Porträt

laut.de-Biographie

Fight Like Apes

Alles beginnt im Sommerurlaub. Marey-Kate Geraghty und Jamie Fox, zwei irische Kids, treffen sich zufällig in Spanien an der Hotelbar. Das Mädchen erzählt dem Knaben, dass sie gerne singt – und schon befindet man sich in Vertragsverhandlungen: "Er hat mich gezwungen, auf einem Taschentuch zu unterschreiben, dass ich nie ohne ihn Musik machen würde", erinnert sich Marey-Kate in einem Interview.

Jamie ergänzt: "Mir muss damals ziemlich langweilig gewesen sein. Zumindest hatte ich schon mal die Sängerin für eine Band." Dennoch begehen beide zunächst Vertragsbruch und spielen unabhängig voneinander und parallel zu ihrem Studium in verschiedenen Bands in Dublin. Erst 2006 gründen sie mit Adrian Mullan und Tom Ryan "Fight Like Apes", benannt nach dem Schlachtruf aus dem Science-Fiction-Film "Planet Der Affen".

Im Mai 2007 veröffentlicht man die erste EP mit dem Titel "How Am I Supposed to Kill You If You Have All the Guns?". Während die irische Musikpresse begeistert reagiert, bekennt Songwriter Fox, dass seine Eltern beim Hören der Aufnahmen entsetzt und angewidert gewesen seien. Kein Wunder, schließlich setzen Fight Like Apes schon damals auf einen rauflustigen, provokanten Sound zwischen hochenergetischem Karate Rock, Pop-Exorzismen und verzerrtem Synthesizer-Punk.

In Verbindung mit skurrilen Lyrics, die vor allem die Trashkultur zitieren, und grellem B-Movie-Styling – bei der BBC vergleicht man sie gar mit den Misfits - stellt die Band schnell Dublins Underground auf den Kopf und geht nach einer weiteren EP mit Bands wie den Von Bondies, The Ting Tings und The Prodigy auf Tour. Dabei macht man sich auch einen Namen, weil Gerathy und Fox mit ihren Köpfen Keyboard spielen und auf Küchenutensilien herumdreschen.

Im September 2008 erscheint das Debütalbum "Fight Like Apes And The Mystery Of The Golden Medallion", das es mit dem McLusky-Cover "Lightsabre Cocksucking Blues" als Bonus Track ein Jahr später auch in Europa und Asien zu kaufen gibt. Die Irish Times kürt die Band 2009 noch vor U2 oder Roisin Murphy zur gegenwärtig viertwichtigsten Band der grünen Insel. Ihre eigene Messlatte sind allerdings My Bloody Valentine. Jamie Fox dazu: "Sie haben die moderne Musik verändert und Bands weltweit beeinflusst." Sonst hieße es am Ende doch nur wieder: Ziemlich gut – für eine irische Band.

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