Porträt

laut.de-Biographie

Ephel Duath

Ephel Duath (der Name ist, einmal mehr dem Meisterwerk von J.R.R. Tolkien entliehen) startet 1998 ursprünglich als das Projekt von Davide Tiso und Giuliano Mogicato, die sich nicht nur alle Instrumente teilen, sondern auch den Gesang. Schon mit ihrem ersten Demo, das sie im selben Jahr am Start haben, stoßen die beiden 18-jährgen entweder auf Entsetzen oder auf grenzenlose Begeisterung bei Fans und Presse. Die Mischung aus Black Metal, jazzigen Parts, Noisecore und technischem Können ist schon atemberaubend.

Ein Jahr später unterzeichnen sie einen Deal beim italienischen Code666 Label. Vergleiche mit Emperor und Limbonic Art tauchen auf, vor allem als im Mai 2000 das Debüt "Phormula" erscheint. Nach den Aufnahme steigt Giuliano aus der Band aus, was Ephel Duath zunächst einmal auf Eis legt. Erst, als Earache Records sich die Rechte am Album sichern und mit ein paar Zusatzsongs unter dem Banner "Rephormula" neu auflegen, sieht Davide die Chance gekommen, mit neuen Musikern weiterzumachen.

Zu diesen gehören neben Basser Fabio Fecchio und Sänger Davide Tolomei auch der 47-jährige Jazz-Drummer Davide Piovesan. Alle Neuen hatten mit den schrägen Sounds von Ephel Duath bisher noch recht wenig zu tun. Für die richtig derben Shouts holt man sich noch Luciano Lorusso George, der wenigsten schon in einer Hardcore-Band Erfahrungen gesammelt hat. In dieser Besetzung verabschieden sie sich ins Studio, um dort an den neuen Songs für das nächste Album "Painter’s Palette" zu arbeiten.

Die Musik ist avantgardistisch und eigentlich mit nichts anderem vergleichbar. Bands wie Dillinger Escape Plan, Cynic oder Fantômas mögen ähnliche Ansätze haben, spielen aber auf einer ganz anderen Baustelle.

Auf dem Album soll jeder Song eine unterschiedliche chromatische Schattierung ausdrücken, was vielleicht nicht bei jedem auf Anhieb funktioniert. Es folgen mehrere Liveaktivitäten, die später auch ohne den ausgestiegenen Shouter Davide stattfinden.

Schließlich stehen die Produktionen der neuen Scheibe an. Gerade, als sie sich im Dezember '04 an die Aufnahmen machen wollen, bekommen sie von Dillinger Escape Plan und Poison The Well das Angebot, mit auf Tour zu gehen. Dem gehen sie, zusammen mit dem Trombone-Spieler Federico Nalesso auch gerne nach.

Im Februar starten schließlich die Aufnahmen, nach denen Drummer Davide Piovesan direkt seine Koffer packt. Das stelle die Band vor erhebliche Probleme, denn wer soll das wirre Zeug jetzt spielen? Vor allem da mit einem normalen Songverständnis bei der Band schon lange nichts mehr zu holen ist? Zumindest vorrübergehend hilft ihnen Andrea Rabuini aus, mit dem sie "Pain Necessary To Know" auch live auf die Bühnen bringen wollen.

Da das Line-Up kaum mehr konstant bleibt, veröffentlicht Davide Tiso 2007 zunächst mal "Pain Remixes The Unknown", auf der es komplett elektronische Remixe der Songs von "Pain Necessery To Know" gibt. Auftritte finden nur noch vereinzelt statt und für "Through My Dog's Eyes" von 2009 holt sich Davide nur noch Drummer Marco Minnemann (Ex-Necrophagist) und Shouter Luciano George Lorusso ins Studio.

Damit einhergehend ist auch ein markanter Stilwechsel, weg von komplexen Songstrukturen und hin und zu leicht nachvollziehbaren Kompositionen. Danach legt Davide die Band zunächst einmal auf Eis und arbeitet an seinem Soloprojekt Manuskripts Don't Burn. Erst 2012 meldet er sich mit der EP "On Death And Cosmos" wieder zurück, wofür er mit Basswunder Steve DiGiorgio (Sadus, Charred Walls Of The Damned), Sängerin Karyn Crisis und einmal mehr mit Drummer Marco zusammen arbeitet.

Alben

  • Ephel Duath

    An sich ganz in Ordnung.

    http://www.ephelduath.net

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