Porträt

laut.de-Biographie

Earthlings?

Beim Aufsagen der Earthlings?-Mitglieder dürfte es bei einigen Alternative Rock-Fans klingeln: Sänger Pete Stahl (Wool), Gitarrist Dave Catching (Queens Of The Stone Age, Ex-Mondo Generator) und Drummer Fred Drake (Shy Party) stecken hinter der anfangs nur als Projekt angedachten Band. Letzterer teilte übrigens schon mit Produzent Daniel Lanois (U2, Peter Gabriel) und Vic Chesnutt Studioluft und zwar im von Catching und Drake selbst geführten Rancho De La Luna-Studio im Joshua Tree Nationalpark.

Dem für die Palm Desert-Gegend in den 90er Jahren üblichen Stoner Rock widersetzen sich die Earthlings? allerdings. Die Band fühlt sich bei ihrem Alien-Cocktail vielmehr an "Desert-Science-Fiction-Kraut-Medium-Fi-Experience" erinnert. Soweit zu den Eigenaussagen dieser Horde Verstrahlter, die nach einer Veröffentlichung auf dem von Bay Area-Künstler Frank Kozik betriebenen Man's Ruin-Label auf ihrem selbstbetitelten Debüt 1998 mal eben Foo Fighter Dave Grohl und Scott Reeder (Ex-Kyuss) zum Mitspinnen abkommandieren.

Statt berechenbarem Schweine- gibts bei den Earthlings? durchgeknallten Alienrock. Erlaubt scheint, was gefällt. Ob bratzende Riffs, trippelnder Ambient, überladene oder minimalistisch arrangierte Songs, 70er-Glamour oder 90er-Electro, eine Hand wäscht die andere und am Schluss hat man den Salat - sowohl auf Platte als auch im Kopf. 2000 sieht die Veröffentlichung des Zweitlings "Human Beans", selbstverständlich eine stilistische Weiterführung der eigenwilligen Rockvariante, auf der man selbst vor einem Chuck Berry-Cover nicht zurück schreckt.

Anschließend wird es ruhig um die Band, Catching und die lose mitspielende Bassistin Molly McGuire treten bei Ex-QOTSA-Basser Nick Oliveri in Mondo Generator ein. Im April 2004 spielen die Earthlings? erstmals wieder eine Show im kalifornischen Kaff Pioneertown zusammen mit dem alten Buddy Brant Bjork und seinen Bros. sowie The Spores. Außerdem veröffentlichen sie eine EP auf Empirical Records. Im Großen und Ganzen bleibt es aber bei sporadischen Auftritten, vor allem im erwähnten Pioneertown-Laden "Pappy and Harriets", nach Angaben der Band "unser absoluter Lieblingsclub." Auch das Essen dort klingt lecker (siehe Surftipps).

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