Porträt

laut.de-Biographie

Dinky

Die chilenische Produzentin und DJane Dinky heißt mit bürgerlichem Namen Alejandra Iglesias. Den Weg in die elektronische Musik findet sie Mitte der 90er Jahre erst über Umwege.

Zwar kommt sie bereits zuvor während eines Berlinbesuchs mit Techno in Berührung, besucht Clubs wie das E-Werk und kauft eine ihrer ersten Platten im Hardwax. Eine Karriere an den Plattentellern schwebt Alejandra Iglesias jedoch nicht vor.

Depeche Mode heißen die Helden ihrer Jugend, Tänzerin lautet ihr Berufswunsch. Also beginnt sie ein Tanzstudium in Chile. Mit Techno bleibt sie über Gastspiele von DJs wie Dandy Jack und Ricardo Villalobos in Kontakt.

Der Bezug zu elektronischer Clubmusik intensiviert sich, als sie sich Mitte der 90er zum weiteren Studium an der Martha Graham School Of Dance in New York einschreibt und sich wenig später als DJ im Big Apple betätigt. Dort schließt sie Bekanntschaft mit Magda, die später mit Releases auf Richie Hawtins Minus-Label von sich reden macht.

Die ersten Tracks von Dinky erscheinen 2000 auf dem Kölner Label Traum Schallplatten. Dort passen sie gut zur Firmenphilosophie, die auf minimale und gleichzeitig melodiöse Stücke setzt. Dinkys Debütalbum "Melodias Venenosas" ist bereits ein Jahr später erhältlich.

Die Festlegung auf Minimal-Techno ist jedoch nicht die Sache von Alejandra Iglesias. Ihr zweiter Longplayer "Black Cabaret", der über den Tellerrand von Techno hinausschaut und auch Ambient- und IDM-Tracks enthält, folgt 2003 beim New Yorker Label Carpark Records.

Dinkys großen Durchbruch markiert "Acid In My Fridge" auf Sven Väths Label Cocoon. Das Stück avanciert 2005 zum internationalen Clubhit und bringt ihr DJ-Bookings rund um den Globus ein.

Ihr Können an den Turntables zeigt Dinky 2007 mit dem Mix der Crosstownrebels-Compilation "Get Lost 03", auf dem Stücke von Radio Slave, Guillaume & The Coutu Dumonts, Samuel Session und Matthew Styles zu hören sind.

Für ihr drittes Album "May Be Later" kommt Dinky beim Berliner Label Vakant unter. Der abstrakt-funkige Style des Albums setzt im Unterschied zu ihren bisherigen Releases weniger auf Melodie und rückt die rhythmischen Komponenten stärker in den Vordergrund.

2013 folgt ein künstlerischer Bruch mit der Vergangenheit. Auf ihrem Album "Dimension D" rückt sie ihre Stimme in den Mittelpunkt: Songs statt Tracks, Melodie statt Groove.

Alben

Dinky - Anemik: Album-Cover
  • Leserwertung: Punkt
  • Redaktionswertung: 3 Punkte

2009 Anemik

Kritik von Daniel Straub

Der Name Wagon Repair versprach mehr. (0 Kommentare)

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