Porträt

laut.de-Biographie

Der Wolf

Ende der 90er Jahre ist Der Wolf einer der erfolgreichsten Rapper Deutschlands. Mit "Oh Shit, Frau Schmidt" und vor allem mit "Gibt's Doch Gar Nicht", seiner deutschen Version des Kool & The Gang-Hits "Get Down On It", landet der Dortmunder zwei riesige Charthits und wird Dauergast in der Bravo. Mit dem Rückenwind der Singles setzt sein Debütalbum "Das Album" 200.000 Exemplare ab, was 1997 sogar mit einer Höchstplatzierung wie Platz 16 in den Albumcharts noch möglich war. Im Background der "Oh Shit"-Single singt übrigens ein noch nicht bekannter Sasha.

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Die deutsche Hip Hop-Szene grenzt sich jedoch schneller ab, als Der Wolf rappen kann. In der poppigen Melange aus Funk, Soul und Rap, die von den Formatradios gierig aufgesogen wird, sehen sie den Ausverkauf ihres Genres am Horizont heraufziehen. Credibility und Charterfolg passen eben selten gut zueinander.

Jens Albert, geboren am 27. September 1973 in Lüdinghausen, sieht es gelassen: "Die Frage, was Hip Hop ist und was nicht, finde ich völlig deplatziert". Die große Zahl seiner Fans gibt ihm (noch) recht. Seinen Stil beschreibt er kurzerhand mit einer Neudefinition: "Smart Core".

Charakteristisch für die Songs von Der Wolf ist ein zumeist gesampleter Funk- oder Soul-Beat, über die er Geschichten aus seinem Alltag rappt. Versierte Doppelreimketten sucht man vergebens, stattdessen wirken manche Reime eher wie Spontan-Assoziationen. Einfach gestrickt oder betont locker: Am Style vom Wolf scheiden sich die Geister. Denn generell geht es beim Wolf genau so spaßig zu wie bei Fettes Brot, die zur selben Zeit mit "Jein" richtig durchstarten.

Schon im Folgejahr kann "Musik Aus (M)Einem Jahrzehnt" nicht mehr an den Erfolg von "Das Album" anknüpfen. Sein drittes Album "Was Soll Ich Sagen ..." floppt im Jahr 2000 ebenso und besiegelt die steile wie kurze Pop-Karriere.

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Am liebsten würde man ihm zuschreien: NICHTS!

Fortan ist Der Wolf wieder der Jense, wie ihn seine Freunde nennen. Als Musikdozent bleibt er seiner Passion treu. Zudem steigt er als DJ bei The Killergroove Formula ein, wo auch sein alter Wolf-Mitstreiter NDN mitwirkt. Seit 2009 spielt Albert auch bei der Dortmunder Funkrock-Band Higher BuBu. Seine Liebe zum BVB fließt in die Songs "Shaalaalala Borussia" und "Ein Stern". Außerdem veröffentlicht er seit 2011 auf Youtube und auf der BVB-Fanseite schwatzgelb.de gerappte Analysen von Dortmund-Spielen.

2007 will es Albert dann als Der Wolf nochmal wissen: Das für Sommer angekündigte Comebackalbum "Wolf GTI" wird jedoch mehrfach verschoben und letztlich wegen Unstimmigkeiten mit der Plattenfirma gar nicht veröffentlicht. Neun Jahre später ist es aber soweit: Der Wolf hat alle Rechte an den Songs zurück bekommen, mit Bounty Records sein eigenes Label und spielt befreit auf. "Wolf GTI" heißt die Vorabsingle seines vierten Albums "Turbo Funk" und musikalisch scheint kein Tag vergangen zu sein seit 1997. Mal schauen, was die Charts dieses Mal zum Pop-Rap des Dortmunders sagen.

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Surftipps

  • Der Wolf bei Youtube

    Der Channel vom Wolf.

    https://www.youtube.com/channel/UCZgLBp7OYa5llXyHrn6ejzw
  • Facebook

    Like him.

    https://www.facebook.com/derwolfmusik

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