Porträt

laut.de-Biographie

Das Pop

In der belgischen Stadt Gent beschließen die Schulfreunde Reinhard Voanbergen (Geige und Gitarre), Niek Meul (Gitarre) und Lieven Moors (Gitarre) 1994, eine Band zu gründen. Da man mit zwei Gitarren und einer Geige allerdings nicht sehr weit kommt, holen sie sich den Drummer und Sänger Bent Van Looy in die Band und nennen sich Things To Come. Heute sagen sie über diese Formation, sie hätten hippyeske Lagerfeuermusik gespielt.

Erst 1997 kommt wieder Schwung in die Kiste: Der Keyboarder Tom Kerstens sucht eine Band und findet die Jungs. Sie suchen einen anderen Namen und finden Das Pop. Die fünf Jungs beginnen Songs zu schreiben und schicken ein Demo an die "Humo Rock Rally". Sie schaffen es bis ins Finale des Bandwettbewerbs, gewinnen die 1998er Endausscheidung.

In dem Jahr sind sie mit der Schule fertig und beschließen, das Studieren sein zu lassen. Statt dessen kaufen sie sich vom Preisgeld neue Instrumente und gehen nach London. In der europäischen Musikhauptstadt nehmen sie ihre erste Showcase-Single "A Different Beat" auf. Schnell klebt das Label "Belgischer Britpop" am Sound der Band.

Sie touren eine Weile durch Belgien, zum Teil als Support für Soulwax. Das Label PIAS signt die Band, sie sollen zunächst einige Singles herausbringen. Mit der Coverversion "My Suitor" (im Original von Berntholer aus dem Jahr 1983), nehmen sie wieder an einem Contest für junge Bands der bedeutenden belgischen Indie-Radio-Station "Studio Brussel" teil, können dieses Mal allerdings nicht gewinnen.

Währenddessen versuchen sie immer weiter vom britischen Sound loszukommen, einige vergleichen die Band inzwischen eher mit Air. Es kommt die Zeit, um an ein komplettes Album zu denken. Als Produzenten stehen Cornelius (japanischer Noise-Pop-Musiker), Phil Vinall (Placebo, Elastica) und Tore Johansson (u.a. Cardigans, Franz Ferdinand) zur Debatte.

Sie entscheiden sich für Phil, der sie noch eine Weile begleitet. Die Aufnahmen finden bei ihm in England statt, sie dauern einen Monat. Um das Album vorab zu promoten, bieten sie den epischen Track "The One" als kostenlosen Download an. Das Album "I Love" erscheint 2000 zunächst ausschließlich in Belgien und den Niederlanden. In diesen Ländern gehen sie dann auch eine Weile auf Tour, schaffen einige Hits bei "Studio Brussel" zu landen.

Im Februar 2001 gewinnen Das Pop den Award als beste Newcomer der belgischen Künstlervereinigung Zamu. Im April trauen sie sich auch in einige andere europäische Länder, "I Love" erreicht auch die CD-Regale in Frankreich, Spanien und Deutschland. Hierzulande koppeln sie ihren Live-Knaller aus: Eine Cover-Version von Rheingolds "Dreiklangsdimensionen", eine kleine Tour durch Deutschland und die Schweiz folgt.

Während Deutschland noch mit dem Debüt beschäftigt ist, zieht es Das Pop im August 2002 wieder ins Studio, um am Nachfolgealbum zu arbeiten. Wieder engagieren sie Phil Vinall als Produzenten. Dieses Mal gehen sie allerdings nicht zu ihm nach England, sondern nehmen die Songs in Gent auf, mixen und mastern sie in Düsseldorf. In dieser Zeit verlässt Keyboarder Tom Kerstens die Band. Brent wird seien Part in Zukunft live einnehmen, dafür haben sie für die Gigs nun Jen Bernon als Tour-Drummer.

Da PIAS die Band gedropt hat, veröffentlichen sie "The Human Thing" am 14. Februar über "Francorchamps Records". Allerdings zunächst wieder einmal nur in Belgien und Holland. 2004 dürfen sie in London für die Scissor Sisters als Support spielen, die Karre kommt im Rest von Europa ins Rollen. Doch auf dem Weg verlieren sie ein weiteres Mitglied. Gitarrist Lieven Moors steigt im Juli aus. Dafür erhält die Band einen Deal mit dem jungen Haldern Pop-Label. Eine deutsche Version der Single "You" kommt zuerst auf den Markt, im November erscheint das Album auch in den deutschsprachigen Ländern.

Alben

Das Pop - Das Pop: Album-Cover
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  • Redaktionswertung: 4 Punkte

2009 Das Pop

Kritik von Karim Chughtai

Jede Menge Liebe und Live-Energie statt Synthies und Sequenzer. (0 Kommentare)

Das Pop - I Love: Album-Cover
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2001 I Love

Kritik von Arne Brugger

Als würden Blur mit Kraftwerk zusammen arbeiten ... (0 Kommentare)

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