Porträt

laut.de-Biographie

Black Country Communion

Wenn sich mehr als zwei bekannte Musiker für ein Projekt zusammentun, wird gerne mit dem Supergroup-Begriff rumgewedelt. Gegen Ende der 00er-Jahre treten besonders Helden früherer Tage mit Chickenfoot und Them Crooked Vultures wieder in den Rock-Ring. Diesem Kreis schließt sich anno 2010 auch Black Country Communion an.

Ecksteine der Band sind Glenn Hughes und Joe Bonamassa. Ex-Deep Purple Bassist/Sänger Hughes hat halbwegs erfolgreich seine Solokarriere aufgezogen und veröffentlicht eine Platte nach der anderen. Auch Bluesrock-Gitarrist Bonamassa war schon ein paar Mal um den Block, spielte mit Clapton und zählt unter der Sechssaiter-Gemeinde sowieso als legitimer Nachfolger von Stevie Ray Vaughan.

Der magische Moment dieser Band fand dann am 12. November 2009 bei einer Blues-Session im House of Blues in Los Angeles statt. In einem Moment der Eingebung kletterte Hughes für einen Jam zum Gitarristen auf die Bühne – und man sah, dass es gut war. Im Publikum saß Kevin 'Caveman' Shirley, der beruflich für Größen wie Aerosmith und Iron Maiden den passenden Studiosound zimmert, und das Schicksal nahm seinen Lauf.

Shirley steckte die beiden gleich ins Studio, wo sich immer mehr Gemeinsamkeiten abzeichneten. Eine Rockband braucht natürlich noch ein Grundgerüst in der Gestalt eines soliden Drummers. Und niemand würde besser zu dem werdenden Classic Rock-Format passen wie Jason Bonham, Sohn des göttlich verehrten John 'Bonzo' Bonham von Led Zeppelin.

Gitarrist Bonamassa war ein Power-Trio aber nicht genug. Also holte man noch Keyboarder Derek Sherinian an Bord, der sich von Kiss bis Dream Theater schon quer durch die Rockgeschichte georgelt hat. Zusammen arbeitete man Anfang 2010 an Songs von Hughes und Bonamassa, die in der Quartett-Formation nun schnell Gestalt annahmen. Weniger als eine Woche wurde im Studio benötigt, um das Material aufs Band zu klopfen.

Beim Bandnamen dauerte es etwas länger. Dieser stammt vom Ballungsgebiet in der Nähe vom englischen Birmingham, Heimat von Hughes, der Bonham-Familie, Robert Plant und Rob Halford, in dem früher viel Kohle abgebaut wurde, daher "Black Country". Als sich aber eine Band mit dem selben Namen aus Baltimore, Maryland die Rechte darauf erklagen will, fügt Hughes noch das "Communion" hinzu.

Bevor die Scheibe im September das Licht der Welt erblicken kann, tritt die Band am 17. März 2010 in Riverside, Kalifornien zum ersten Mal als Zugabe einer Bonamassa-Show auf und spielt "Mistreated" aus Glenn Hughes' Deep Purple-Zeit und den eigenen Track "One Last Soul". Das offizielle Live-Debüt gab es erst ein halbes Jahr später, am 20. September 2010.

Nach einer kreativen Pause kehrten Black Country Communion mit neuem Album zurück. Der einfache Titel: "2". Eine Tour ließ nicht lange auf sich warten und die Fans waren begeistert von den neuen Songs, die klingen als hätten sich Led Zeppelin wieder vereint. Aufgrund der großen Nachfrage und Begeisterung folgte kurze Zeit später eine Live-DVD unter dem Titel "Live Over Europe". Anfang 2012 erscheint die gleichnamige Doppel-CD.

Alben

Black Country Communion - 2: Album-Cover
  • Leserwertung: 5 Punkt
  • Redaktionswertung: 3 Punkte

2011 2

Kritik von Yan Vogel

Als hätten Led Zeppelin sich wieder vereinigt. (0 Kommentare)

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