Porträt

laut.de-Biographie

Tom Liwa

Es gibt Künstler, die in kein vorgefertigtes Schema passen, und sich nicht nur in einer kreativen Schublade zu Hause fühlen. Wie der am 25. Oktober 1961 in Duisburg unter dem Namen Thomas Greiner zur Welt gekommene Tom Liwa. Neben der Arbeit als Songwriter und Sänger betätigt er sich auch Konzept-Musiker und Buchautor.

Konzertbericht: Tom Liwa schreibt über Keimzeit
Konzertbericht Tom Liwa schreibt über Keimzeit
Der Flowerpornoes-Songwriter und "westsozialisierte Old School-Hipster" besuchte für uns ein Konzert des Ostrock-Phänomens.
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Als Songwriter-Vorbilder nennt der Duisburger u. a. Joni Mitchell und Neil Young. In seinem musikalischen Output finden sich zudem unterschiedlichste Elemente aus Pop, Jazz und Rock.

1985 gründet er die Band Flowerpornoes, der 1987 mit dem Album "Make Up" der Durchbruch gelingt. Bis zur vorläufigen Auflösung 1996 erscheinen sechs weitere Alben. Nach dem durch wachsende innere Spannungen und unterschiedlichen kreativen Auffassungen bedingten Split tourt Liwa einige Zeit mit Blumfeld.

Für das Projekt Tim Isfort Orchester spielt er zwei Tracks ein. Doch es dauert bis zum Jahr 2000, bis Liwa mit "St. Amour" sein erstes Solo-Album präsentiert. Der Titel "Julianastraat" schafft es auf den Soundtrack zum Kinofilm "Die Fetten Jahre Sind Vorbei". Umtriebig sucht Tom nach weiteren künstlerischen Herausforderungen, und arbeitet unter anderem als Produzent.

Unter seinen Fittichen veröffentlicht Alexandra Gilles Videla 1996 den Longplayer "Unter Wasser", fürs Klee-Album "Zwischen Himmel Und Erde" (2006) schreibt er einige Songtexte.

Neben seinen musikalischen Aktivitäten gibt er Songwriting-Workshops. 2003 erscheint das Buch "Songs". 2005 kommt es zu einer überraschenden Wiedervereinigung der Flowerpornoes, die im Rahmen des Benefiz-Konzerts "NRW retten, taz abonnieren" stattfindet.

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Tom Liwa "Ihr seid ganz unten in der Nahrungskette"
Im Gespräch versucht Liwa erst mal, die Interviewer zu bestechen. Hat natürlich nicht geklappt.

2007 präsentiert die Band mit "Wie Oft Musst Du Vor Die Wand Laufen Bis Der Himmel Sich Auftut?" ein Reunion-Album. Auch als Buchautor bleibt Liwa nicht untätig, und schreibt bis 2009 an dem bislang unveröffentlichten Roman "Fionn". 2008 feiert der Dokumentarfilm "Wir Haben Die Musik – Unterwegs Mit Tom Liwa" Premiere.

Es folgen mit dem rein akustischen "Eine Liebe Ausschließlich" (2009) und dem Ukulelen-lastigen "Goldrausch" (2012) zwei weitere Soloalben, ehe sich Liwa in einer Schaffenskrise wiederfindet. "Es gab Ende 2013 einen Moment, an dem ich eigentlich so weit war, keine Platte mehr machen zu wollen", blickt er später zurück. "Weil mir die gesamten Strukturen, in denen sich speziell die Popmusik, aber auch die Kunst allgemein heute bewegt, so zuwider waren, dass ich darin nicht mehr stattfinden wollte."

Das ambivalente Gefühl, einfach trotzdem weiterzumachen - unter anderem davon handelt die 2015 via Grand Hotel van Cleef veröffentlichte Platte "Umsonst & Draußen", für die Tom Liwa erneut die Flowerpornoes um sich schart.

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