Porträt

laut.de-Biographie

Ancient Astronauts

Name und Konzept bedienen sich etwas abgefahrener Theorien: In der Frühzeit der Erde sollen extraterrestrische Raumfahrer die Menschheit besucht und deren Kultur mitgeprägt haben. Dieser Bezug macht durchaus Sinn, denn der kulturelle Austausch ist Programm: Irgendwo zwischen Hip Hop, Trip Hop, Afro, Reggae, Dancehall, Breakbeat und Funk bauen die Ancient Astronauts ihre organischen Klanglandschaften, Ausflüge in benachbarte Genres sind ausdrücklich erwünscht.

Die Produzenten und DJs Kabanjak und Dogu, im echten Leben Tom Strauch und Ingo Möll aus Moers/Köln gehen seit früher Jugend ihrer Leidenschaft für die Musik nach. Gemeinsam werden Clubnächte organisiert und auch Sound produziert. Als Ancient Astronauts gründet das Duo 2001 das eigene Label Switchstance Recordings.

Switchstance steht für maximale musikalische Freiheit. Old School-Black Music-Einflüsse gehen eine Verbindung mit modernen Produktionstechniken der elektronischen Musik ein. Ein Credo, dass die Astronauten natürlich selbst befolgen. Obwohl Songs und Remixe des Duos zunächst besonders in Snowboard- und Skate-Kreisen Beachtung finden, zählen sich bald internationale Produzenten-Größen wie Mr. Scruff zu den Fans der Deutschen.

Besonders in der Hip Hop-Szene der USA stoßen die deutschen Produzenten auf fruchtbaren Boden. Für ihren ersten Longplayer "We Are To Answer", der 2009 erscheint, können Kabanjak und Dogu Kollegen wie The Pharcyde, Phat Old Mamas, Raashan Ahmad, Entropik, Azeem und Sängerin Bajka mit ins Boot holen.

Nach weiteren Kollaborationen und Remixen mit und für Fort Knox Five, Ladybug Mecca von den Digable Planets, Zion I, Kid Loco oder Tippa Irie folgt der Ritterschlag: Die Ancient Astronauts unterschreiben für ihr zweites Album einen Vertrag bei ESL, dem Label der Thievery Corporation.

"Into Bass And Time" (2011) hat somit gute Chancen, die Reputation der beiden Deutschen auf dem internationalen Markt weiter auszubauen. Denn auch diese Gästeliste kann sich sehen lassen: Einige Features des Erstlings geben sich ein zweites Mal die Ehre, dazu gesellen sich Newcomer wie die in Köln weilende Amerikanerin Akua Naru und Rap-Poet W. Ellington Felton.

Die Ancient Astronauts überschreiten die Grenzen verschiedener Genres - ihre Beats stellen eine neue Einheit her. Wie die Beschreibung "vintage-meets-future block party" (ESL) schon zeigt, lässt sich das nicht so einfach so einordnen: "Wir wollen nicht in eine feste Schublade gesteckt werden. Musik machen wir immer so, wie wir uns an dem Tag fühlen. Wenn wir uns am nächsten Tag anders fühlen, kommt auch andere Musik dabei heraus."

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