Porträt

laut.de-Biographie

Abattoir

Die L.A.-Thrasher Abattoir sind schon seit Ende der 70er sowas wie eine feste Größe im US-Underground. Allerdings ist von der Urbesetzung aus Sänger Raul Preston, den beiden Gitarristen Mark Caro und Juan Garcia, Basser Mel Sanchez und Drummer Robert Wayne kaum mehr was übrig.

Schon auf dem ersten Demo von 1983 hat der ehemalige Sceptre-Sänger John Cyriis das Micro übernommen, mit dem sie sich auch eine Tour mit W.A.S.P. und Metallica sichern. Allerdings kratzen John und Juan bald die Kurve, um Agent Steel zu gründen. Auch Drummer Robert macht sich davon und Abattoir sind fast schon Geschichte. So leicht lassen sich Mark und Mel aber nicht unterkriegen und holen sich mit Danny Amaya (Drums), Danny Oliverio (Gitarre) und Shouter Steve Gaines (Bruder des Stryper-Bassers Tim Gaines) neue Verstärkung.

In dieser Besetzung nehmen sie 1985 für Combat Records die Scheibe "Vicious Attack" auf. Allerdings ist danach für Steve erst mal wieder Schluss, denn er schließt sich Bloodlust an. Seinen Platz nimmt Mike Towers von Heretic ein, der seinen Einstand im folgenden Jahr auf "Only Safe Place" gibt. So recht kommt die Karriere der Band aber nicht in die Gänge und so macht sich auch Mel '88 vom Acker, um zusammen mit seinem alten Kumpel Juan Garcia EvilDead zu gründen, da Agent Steel auch schon wieder von der Bildfläche verschwunden sind.

Der Rest des Line-Ups kommt ebenfalls auf keinen gemeinsamen Nenner und so lösen sich Abattoir bald auf. Etwas über zehn Jahr ziehen ins Land und plötzlich taucht der Name zur Jahrtausendwende auf diversen Tribute-Alben für Maiden, Saxon und W.A.S.P. wieder auf. Century Media legt die beiden Alben der Band neu auf und Sänger/Gitarrist Steve Gaines, Basser Mel Sanchez, Gitarrist Mark Caro und Neudrummer Kevin McShane versuchen ein erneutes Comeback. 2001 erscheint tatsächlich eine Livescheibe namens "No Sleep 'Til Kalamzoo", doch ist diese quasi nur über die Band-Homepage erhältlich.

Ende des Jahres nehmen sie ein weiteres Demo namens "Evil Incarnate" auf, doch leider will sich kein Label finden, das die Songs auch veröffentlicht. So konzentriert sich Steve hauptsächlich auf anderen Projekte und gründet mit dem Ex-Dark Angel/Dreams Of Damnation-Gitarristen Jim Durkin, dem Axeman Marcelo Lima und Drummer Al Mendez die Band Pagan War Machine und auch sein Soloprojekt Anger As Art. Das gleichnamige Debütalbum knüppelt der Kerl dabei komplett alleine ein. Zum 20-jährigen Jubiläum von "Vicious Attack" spielen Abattoir ein Konzert, bei dem fast alle Ex-Mitglieder mal auf der Bühne stehen und das auch für eine DVD mitgeschnitten wird.

Bevor da aber was auf den Markt kommt, hat Steve sein Soloprojekt Anger As Art inzwischen zu einer richtigen Band ausgebaut.

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