laut.de-Biografie
Stryper
Jesaja 53,5: "Doch er war durchbohrt um unserer Vergehen willen, zerschlagen um unserer Sünden willen. Die Strafe lag auf ihm zu unserm Frieden, und durch seine Striemen ist uns Heilung geworden." 'Luja sog i!
Die Striemen sind die Heilung und die Heilung, die bei Jesaja erwähnt wird, haben vier gottesfürchtige Jünglinge anno 1981 auf ihre schwarz-gelb gestreiften Fahnen geschrieben. Sie wollten das Wort des Herrn verbreiten und kreierten so das krasseste Gegenstück zum Black Metal, den White Metal. Süß, nicht wahr? Süß ist denn auch die Übersetzung der Namen der Bandgründer. Die Gebrüder Michael (Gesang, Gitarre) und Robert Sweet (Schlagzeug), sowie Timothy Gaines (Bass) und Oz Fox (Gitarre) sind die Recken mit den toupierten Mähnen, die sich dem Satan mit harmlosem Mainstream-Heavyrock in den Weg stellen wollten. Während andere Bands ins Publikum rotzen und unflätige Geschichten absondern, werfen Stryper lieber Bibeln ins Publikum.
Stryper sind schon eine spezielle Erscheinung. In Metal-Kreisen sind die Jungs fast schon zum Running Gag mutiert. Harte Jungs haben mit Gottes Wort wohl nicht so viel am Hut. Um jemanden als Weichei zu dissen, genügt es schon, ihn als Stryper-Fan zu outen und ruckizucki ist der Ruf futsch.
Nachdem sich die Band 1992 von der Bühne verabschiedet, stehen drei Gold- und eine Platinscheibe auf der Habenseite. Die Single "Free" bringt ihnen sogar eine Heavy Rotation auf MTV und mit "To Hell With The Devil" werden sie 1987 für den Grammy nominiert.
Michael Sweet trällert seine Psalmen fortan solo und auch Bruder Robert werkelt alleine weiter. Timothy Gaines und Oz Fox missionieren zur Zeit zusammen in der Band "Sin Dizzy".