Porträt

laut.de-Biographie

Zoo Army

Wenn man seine öffentliche Karriere in irgendwelchen Mainstream-Formaten begonnen hat, mag das in gewissen Bereich durchaus sinnvoll und hilfreich sein. Wenn man aber im Musikbereich, abseits von Retortenpop und austauschbaren Dancefloor-Dauerlutschern Fuß fassen will, kann so ein Karrierebeginn durchaus auch hinderlich sein.

Diese Erfahrungen musste Martin Kesici schmerzhaft machen und auch der ehemalige Star einer Bravo Foto-Lovestory und spätere Soap Opera-Dauergast Gil Ofarim wird sich noch der ein oder anderen Frage in Bezug auf Hype stellen müssen. Zwar ist der Knabe kein reines Kunstprodukt, sondern kann auch dank seiner Eltern auf musikalische Fähigkeiten zurück greifen. Dennoch waren seine bisherigen Charterfolge schon fast am Reißbrett geplant.

Diese waren zwar nicht unbequem, hängen sie ihm aber auch wie die Pest am Arsch. Vor allem dann, wenn man sich als ernstzunehmender Musiker etablieren will. Diesen Versuch wagt Gil nach einigen Solo-Alben 2005 nun mit einer kompletten Band. Die Haare sind nur noch schulterlang, Koteletten wollen dem Gesicht etwas mehr Männlichkeit verleihen und der Sound geht in Richtung Alternative mit ein wenig Hardrock.

Zusammen mit seinem Bruder Tal (Bass), der auch schon bei seinen Soloaktivitäten mit von der Partie war, Drummer Dominik Scholz (Ex-Joachim Deutschland) und Gitarrist Roland Söns gründet Gil Anfang 2005 die Zoo Army. Das Interesse von Labels bleibt nicht aus, denn der Sound des Quartetts kann sich durchaus hören lassen. Warum auch immer unterschreiben sie bei Rockin' Nation Music, einem Label auf Gibraltar. Anfang März 2006 erscheint ihr Debüt "507".

Darauf sitzen sie musikalisch irgendwo zwischen Nickelback, Bryan Adams und einem Schuss Bon Jovi, machen ihre Sache aber nicht schlecht. Für Ende März stehen auch schon ein paar Gigs in deutschen Clubs auf dem Plan.

Alben

Zoo Army - 507: Album-Cover
  • Leserwertung: Punkt
  • Redaktionswertung: 3 Punkte

2006 507

Kritik von Michael Edele

Von der Foto-Lovestory zur Alternative-Band. (0 Kommentare)

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