Porträt

laut.de-Biographie

Zinoba

Was Memphis in den 60ern für Amerika war, ist Hamburg für das heutige Deutschland. Die Hansestadt stellt nicht nur die Hip Hop-Hauptstadt Deutschlands dar, sie kann auch mit der "Hamburger Schule" eine eigene Musikrichtung für sich proklamieren. Mit kreativen Ideen mischten Tocotronic, Blumfeld und ganz besonders Selig die Rockszene der Nation auf.

Zinoba treten sowohl musikalisch als auch lyrisch die legitime Nachfolge der 1999 aufgelösten Selig-Jungs an. Sänger Jan Plewka und Schlagzeuger Stephan Eggert, die sich nach der Trennung mit Soloprojekten ihr Brot verdienten, verpflichteten Anfang 2003 den Gitarristen Marco Schmedtje, um als Dreiergespann mit altbewährtem Rezept erneut ins Rennen zu starten. Die musikalische Marschrichtung stand fest: Mädchen zum Tanzen bringen, ohne textlich lächerlich zu wirken.

Die Chance dazu bekamen sie von Four Music, dem Label der Fantastischen Vier. Dort wurden bis dato lediglich DJs und Hip Hop-Acts gesignt, wenn man von Thomas Ds Punkgruppe Son Goku absieht. Diese Abweichung von der Norm dürfte sich lohnen: Kaum ein Jahr nach der Bandgründung erscheint im März 2004 "Zinoba" und knüpft qualitativ dort an, wo Selig 1997 aufgehört hatten.

Als Nebenprojekt zum Film "Blackout" gründen Stoppel, Plewka und der Schauspieler Marek Harloff, den beide schon seit ihrer Kindheit kennen, die Band TempEau und spielen Anfang 2005 auch gleich ihr Debütalbum ein. Die Marschrichtung hier heißt allerdings eher Punkrock.

Dieses Projekt scheint Plewka aber besser zu gefallen als Zinoba, und so gibt er 2005 die Auflösung der Band bekannt, um sich anderen Projekten zu widmen.

Alben

Zinoba - Zinoba: Album-Cover
  • Leserwertung: 5 Punkt
  • Redaktionswertung: 5 Punkte

2004 Zinoba

Kritik von Philipp Gässlein

Wie eine Reise in Selig-ere Zeiten. (0 Kommentare)

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