Porträt

laut.de-Biographie

Yo La Tengo

Was haben Ira Kaplan, seine Frau Georgia Hubley von Yo La Tengo und Frank Sinatra gemeinsam? Musikalisch wohl nicht allzu viel, aber alle drei stammen aus dem netten Ort Hoboken in New Jersey. Während jedoch Frankieboy schon längst die Grasnarbe von unten betrachtet, sind Yo La Tengo quicklebendig und sprühen nur so vor Kreativität.

Der Bandname bedeutet Gerüchten zufolge so viel wie "Ich hab's!". Danach befragt, antwortet Ira bewusst nebulös und lässt sich nicht festlegen. Genauso verhält es sich mit der musikalischen Seite von Yo La Tengo. "Wanderer zwischen den Musikwelten", so könnte man ihre Philosophie beschreiben.

Die Band gründet sich 1984, als Ira (Gesang) und Georgia (Schlagzeug, Gesang) über eine Zeitungsannonce nach weiteren Musikern suchen, die das Line Up komplettieren würden. Nur Leute mit denselben musikalischen Vorlieben kommen in Frage. Kaplan und Hubley haben zu dieser Zeit unter anderem ein Faible für Indiepop der Marke Soft Boys und Mission Of Burma.

Im Laufe der Zeit kommen und gehen einige Gitarristen und Bassisten, bis sie schließlich in David Schramm (Gitarre) und Mike Lewis (Bass) die geeigneten Leute gefunden haben. In dieser Besetzung erscheint 1985 die erste Veröffentlichung von Yo La Tengo in Form der Single "The River Of Water".

Ein Jahr später ist das Debüt-Album "Ride The Tiger" am Start. Kurz darauf entschließen sich Schramm und Lewis, YLT wieder zu verlassen. Aus der Not macht Kaplan eine Tugend, er übernimmt kurzerhand selbst die Leadgitarre. Das gefällt ihm anscheinend sehr, denn seitdem zupft er neben dem Gesang die Seiten. 1987 finden sie in Stephen Wichniewski schließlich einen neuen Bassisten, der ihnen treu bleibt.

Während sich andere Gruppen oft selbst Grenzen setzen, entwickeln sich YLT ständig weiter. Ob sie nun Popsongs auf den Thron heben oder sich voll und ganz in Noise-Attacken baden, beides steht ihnen gut zu Gesicht. Aber das Wichtigste und wahrscheinlich auch Beste an YLT ist, dass sie sich von niemandem reinquatschen lassen. Sie ziehen ihr Ding einfach durch und lassen sich jedes Mal viel Zeit, um es auch richtig gut zu machen.

News

Alben

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  • Redaktionswertung: 4 Punkte

2013 Fade

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Macht die Wütenden gelassen, päppelt die Traurigen auf. (0 Kommentare)

Yo La Tengo - Summer Sun: Album-Cover
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2003 Summer Sun

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