Porträt

laut.de-Biographie

Yeasayer

2006 finden sich New Yorker Stadtteil Brooklyn vier gute Freunde zusammen, um Musik zu machen: Anand Wilder, Chris Keating, Ira Wolf Tuton und Luke Fasano sind ihre Namen. Der Sound, der aus ihren Boxen kommt, klingt von Anfang an außergewöhnlicher, als es die klassische Bandbesetzung Gitarre, Bass, Schlagzeug und Keyboards vermuten lässt.

Die Jasager beteuern hartnäckig, von Phil Collins, Cindy Lauper und Prince inspiriert zu sein. Das kann man zwar mit viel gutem Willen auch aus dem Yeasayer-Sound heraushören, doch ihre ersten Songs klingen eher nach einem wilden Mix aus afrikanischen Stammesgesängen, indianischen Trommelrythmen und psychedelischem Rock. Von "Bollywood Soundtracks aus den 70ern, Mapfumo-Platten (bekannter indischer Sänger, Anm. d. Red.) und keltischer Musik" sehe man sich außerdem beeinflusst, so Wilder in einem Interview mit dem amerikanischen Magazin Pitchfork.

Ausstaffiert mit solch sonder- und wunderbaren Klängen schafft es das emsige Quartett mit ihrem Auftritt auf dem Monsterfestival South By Southwest im März 2007, sich aus den Hundertschaften der Bands positiv hervorzutun. Erstmals gelangen sie so ins Bewusstsein der Öffentlichkeit. Mehrere Magazine werden auf die exotische Band von der amerikanischen Ostküste aufmerksam, darunter MTV und der britische NME.

Letzterer nimmt die musikalische Weltoffenheit des Vierers prompt als Anlass, um ihrem Sound den Stempel "Weltmusik" aufzudrücken. Eine Plakette, die die Yeasayer von da an nicht mehr losbekommen. Sehr zum Leidwesen der Bandmitglieder, die sich lieber als "Middle-Eastern-Psych-Pop-Snap-Gospel"-Band sieht, als sich in irgendwelche klischeebehaftete und nichtssagende Schubladen stecken zu lassen.

Im Oktober 2007 findet ihr Debütalbum "All Hour Cymbals" über das kleine Label "We Are Free" den Weg in die Öffentlichkeit. Wen wunderts, dass die vier New Yorker mit ihrem erfrischend anders klingenden Sound schon bald die Kritiker auf ihre Seite ziehen?

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Yeasayer - Odd Blood: Album-Cover
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