Porträt

laut.de-Biographie

Wolf Gang

The Naked And Famous
und Friendly Fires haben es vorgemacht: Epischer Indie-Pop erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Mit Wolf Gang aus England, steht bereits der nächste Neuzugang aus dem Reich der opulenten Melodien in den Startlöchern.

Max McElligott alias Wolf Gang verspürt bereits im frühen Kindesalter das Bedürfnis nach Kontinuität, nach etwas Gleichbleibendem. Sein Vater ist von Beruf Historiker, permanente Wohnortswechsel gehören zum beschwerlichen Alltag der McElligotts.

Die Familie lässt sich in verschiedenen Ländern zwischen Schottland und den USA nieder. Mutter und Schwester (beide Violinistinnen) führen Max in die Kunst klassischer Virtuosität und musikalischer Kreativität ein:

"Dadurch, dass wir von Ort zu Ort zogen, habe ich mich immer ein bisschen wie ein Außenseiter gefühlt. Musik war das einzige Kontinuum, das alles miteinander zu verbinden schien, denn wo immer wir auch hinkamen, nahmen wir auch unsere Musik mit hin. Es ist das höchste Gut, das meine Familie hat: die Liebe zur Musik und eine gute Vorstellungskraft", berichtet Max huldigend.

Als er zum Studieren nach London zieht, wird er erstmals mit neuen musikalischen Eindrücken konfrontiert. Er hängt viel im legendären Café Royale herum, genießt die Vorzüge der pumpenden Metropole und taucht ein in den Sound von David Bowie und den Talking Heads. Auch die epischen Klänge von Arcade Fire inspirieren den Weltenbummler, und so konkretisieren sich seine musikalischen Visionen.

In seinem Schlafzimmer entsteht der erste Demo-Song mit dem Titel "Lions In Cages". Über Umwege findet das Tape den Weg zu Dave Fridman, der bereits die Flaming Lips und Mercury Rev produzierte. Dieser zeigt sich sichtlich angetan vom Sound des Briten und lädt ihn in sein Studio ein.

Außerhalb New Yorks findet sich Max McElligot plötzlich in der puren Wildnis wieder und beginnt mit den Aufnahmen für sein Debüt. Max erinnert sich: "Dave und ich haben wirklich schnell zusammen gearbeitet, wir haben quasi Songs wie am Fließband produziert."

Die Impressionen übermannen ihn und er arbeitet sich förmlich in einen kreativen Rausch: "Jeden Tag verbrachte ich damit, im Aufnahmeraum ein anderes Instrument in die Hand zu nehmen und die einzelnen Parts eines Songs aufzuzeichnen. Oft habe ich mich darin verloren, stundenlang auf Instrumenten herumzujammen, auf denen ich noch nie gespielt hatte; aber glücklicherweise war sich Dave der Tatsache bewusst, dass wir einen straffen Zeitplan hatten. Nach einer Stunde an den Kesselpauken oder am Kaoss-Pad hat er mich dann immer höflich in Richtung Gesangskabine geführt."

Max spielt alle Instrumente des Debüts "Suego Faults" selbst ein und begibt sich nach den Aufnahmen auf intensive Suche nach fähigem Personal für die Bühne. Dieses Unterfangen gestaltet sich schwieriger als gedacht, aber letztlich ist Max davon überzeugt, dass er mit Ex-Rakes-Drummer Lasse Petersen, Gitarrist Gav Slater und Bassist James Wood die passenden Leute gefunden hat: "Es hat sich definitiv gelohnt, so lange nach den richtigen Typen zu suchen. Es ist wichtig, starke Charaktere zu haben, die auf der Bühne bestehen und die Musik zum Leben erwecken können", freut sich der Sänger.

Im Februar 2011 geht er mit The Naked And Famous in England auf Tour. Ende Juli 2011 erscheint sein Erstlingswerk "Suego Faults".

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Wolf Gang - Suego Faults: Album-Cover
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  • Redaktionswertung: 3 Punkte

2011 Suego Faults

Kritik von Anne Nußbaum

Hier überladen, dort virtuos: Das Konzept heißt Theatralik. (0 Kommentare)

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