Porträt

laut.de-Biographie

Winson

März 2004. Die Jugendradios der Republik entdecken den dreckigen Indie-Rocker "Wovon Lebt Eigentlich Peter?" und lassen ihn auf ihren Plattentellern rotieren. Die Folge: Jeder fragt sich zum einen, wer eigentlich dieser Peter ist, und zum anderen, wer hinter diesem Track steckt. Zu wissen, wer genau Peter ist, bleibt dem Sänger vorbehalten, der übrigens Winson heißt und in Berlin wohnt.

Das war nicht immer so. Die Zeit nach seiner Geburt verbringt Marcus Daniel Jürgen Winson in Frankfurt am Main. Mit dem Abitur in der Tasche zieht der junge Mann eines Tages nach Berlin, wo er sich in verschiedenen Jobs versucht. Er arbeitet als Tonassistent bei Filmproduktionen, als Hilfsarbeiter in einer Stahlnietenfabrik und als Barmann in der Kneipe Ankerklause. Nebenbei feilt Winson an seinen Songs, die er mit dem Computer festhält und ausarbeitet.

Mit Arnim von den Beatsteaks verbindet ihn eine längere Freundschaft. Sie haben nicht nur einige Jahre im gleichen Haus gewohnt, sondern auch zusammen in der Ankerklause gearbeitet. Dort lernt Winson einen findigen Berliner Musikmanager kennen, der eines Abends in Begleitung eines Musikers hereinschneit, mit dem Winson fast aneinander gerät. Der Manager verhindert die Schlägerei. Am nächsten Tag schenkt Winson ihm als Entschädigung eine seiner Demo-CDs. Einige Zeit später hat der Noch-Barmann einen Interessenvertreter.

Der gelernte Bassist unterschreibt schließlich einen Plattenvertrag bei der deutschen Filiale von V2-Records. "Wovon Lebt Eigentlich Peter?" ist der Vorbote des 2004 erscheinenden Albums "So Sah Die Zukunft Aus". Radio Fritz in Berlin und Eins Live in NRW spielen den Song rauf und runter, Winson wird bundesweit bekannt. Dem beschwingten wie penetranten "Liebeskummer Ist Luxus" - eingängige Parole und zweite Single zugleich - ergeht es kaum anders.

Nach der anschließenden Tour zieht sich Winson wieder hinter seinen Computer zurück und feilt an neuen Stücken. Ende März 2006 erscheint schließlich "Frag Die Richtigen Leute!". Für das Lied "Roboterliebe" ließ doch tatsächlich Dinosaur Jr.-Mitglied und Überhaupt-Rockheld J. Mascis die Finger übers Griffbrett sausen.

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