Porträt

laut.de-Biographie

William Elliott Whitmore

William Elliott Whitmore besitzt eine außergewöhnliche Stimme. Dank Nikotin klingt der 1978 in Iowa geborene Musiker bereits mit Mitte zwanzig wie ein alter, grauhaariger Mann Marke Tom Waits. Tief und rau singt er den Blues, oftmals a capella oder mit Banjo und Gitarre.

Seine Musikleidenschaft verdankt er den musischen Eltern: Vater spielt Gitarre, Mutter Akkordeon. Als kleiner Junge durchstöbert er die reichhaltige Plattensammlung und entdeckt Hank Williams, George Jones und Ray Charles, dessen Stimme er bis ins Detail studiert und nachahmt. Seine erste Gitarre bekommt er von seinem Papa geschenkt – eine Sears und Roebuck für günstige zehn Dollar.

Auch Dean Martins und Frank Sinatras Gesang faszinieren den aufmerksamen Jungen. Immer wieder versucht er mit gemischtem Erfolg, sie zu imitieren. Deshalb setzt er sich ein neues Ziel: möglichst viel Rauchen. Mit zwanzig schreibt er seine ersten eigenen Stücke. Neben dem Country-Folk fühlt er sich in diversen Genres zu Hause. So begleitet er unter anderem The Pogues, Clutch, Converge, The Street Dogs oder Red Sparowes auf Tour. Bei Southern Records unterschreibt er Ende der 90er seinen ersten Vertrag.

Whitmore lebt bescheiden auf seiner Farm, auf der er auch geboren ist. Inmitten von Hühnern und Pferden schreibt er seine Texte. Melancholie und depressive Stimmungen bestimmen zunächst die ersten Stücke. Seit dem 2003er Album "Hymns For The Hopeless" gilt der Mann mit der gebrochenen Stimme auch als Verfasser politischer Botschaften. Neben seiner autobiografischen Farmidylle protestiert er in seinen Texten bevorzugt gegen Personen aus Politik und Wirtschaft.

Trotz solcherlei Engagement erreicht er mit seinem Country-Blues aber nie die große Masse. 2009 wechselt er zum Anti-Label und beginnt mit "Animals In The Dark" ein neues Kapitel seiner spirituellen Americana-Wurzeln. Die Presse spricht von einem jungen Billy Bragg oder Shane MacGowan, was Whitmore besonders zu schätzen weiß, da der Sänger der Punkgruppe The Pogues schon immer zu seinen Helden gehörte.

Er selber bleibt jedoch bescheiden. William Elliott Whitmore sieht sich nicht als der neue Bob Dylan oder Ben Harper. Er ist der Country-Punk, der sich Gedanken um seine Mitmenschen macht, Sachen offen ausspricht und darüber hinaus vor allem den Frieden auf seinem Bauernhof genießt.

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