Porträt

laut.de-Biographie

Dean Martin

Über Dean Martin muss man eigentlich nicht viel erzählen, ist er doch einer der größten Entertainer des zwanzigsten Jahrhunderts gewesen.

Geboren wurde Dino Paul Crocetti, so sein bürgerlicher Name, am 7. Juni 1917 in Steubenville/Ohio. Bis zum fünften Lebensjahr kann klein Dino kein Wort Englisch, was ihm später, aufgrund seines Akzentes einigen Spott einbringen sollte. Mit sechzehn verlässt er die Schule, um sich in der Folgezeit mit Gelegenheitsjobs als Fabrikarbeiter, Boxer, Croupier und Schnulzensänger durch zu schlagen. In dieser Zeit knüpft Dean Martin, wie er sich jetzt nennt, die ersten Kontakte zur New Yorker Unterwelt und kann so einen Job als Bing Crosby Imitator ergattern, der ihm einen kleinen Erfolg beschert.

Obwohl Martins Charme offensichtlich ist, kann er den ersten großen Erfolg erst verbuchen, als er in einem Club plötzlich neben einem Komiker namens Jerry Lewis auf der Bühne steht. Die beiden improvisieren wild drauf los und werden bald zur großen Nummer. Ende der Vierziger sind sie die populärsten Komiker in den Vereinigten Staaten. Doch zehn Jahre nach ihrer ersten Show gehen sich die beiden ganz gehörig auf den Keks und gehen von da an getrennte Wege.

Martin bleibt jedoch nicht lange alleine, denn 1959 schließt er sich mit zwei anderen Entertainern zusammen, die man fortan nur noch als "Rat Pack" kennen sollte. Frank Sinatra, Sammy Davis Jr. und Matin werden enge Freunde und zusammen säuft und feiert man sich durch den Jet Set. Dieses Trio ist das Sinnbild des damaligen Glamours und ganz Amerika - vor allem Las Vegas - liegt ihnen zu Füßen.

Als Sänger kann sich Martin sogar 1964 zur Hochzeit der Beatleshyterie behaupten und verdrängt diese mit seinem Hit "Everybody Loves Somebody" von der Spitze der Charts. Aber ab diesem Zeitpunkt geht es mit Martin bergab. Der damalige Riesenerfolg sollte sich in dieser Art nie wieder einstellen. Zwar hat er noch einige Zeit eine eigene Fernsehshow (The Dean Martin Show) aber im Laufe der Zeit werden die Engagements weniger und Mitte der Achtziger findet er sich auf Casino-Bühnen wieder.

Zu allem Überfluss kommt Sohn Dean Paul 1987 bei einem Flugzeugabsturz um's Leben. Für Dean Martin ein Schicksalsschlag, von dem er sich nicht mehr erholen sollte. Vereinsamt stirbt er an Weihnachten 1995. Seine Schnulzen bleiben jedoch unvergessen und erfreuen sich im Laufe der Zeit wieder steigender Beliebtheit.

Im Jahr 2007 erscheint mit "Forever Cool" gar ein 'brandneues' Album des charismatischen Crooners: Moderne Studio-Technik macht es möglich. Zusammen mit einer hochkarätigen Gästeschar und Studio-Orchester werden Dean Martin-Klassiker als Duette (u. a. mit Joss Stone, Robbie Williams und Charles Aznavour) neu eingespielt. Das Ergebnis erweist sich als respektvolle Hommage an einen der größten Entertainer des vergangenen Jahrhunderts.

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