Porträt

laut.de-Biographie

Veronica Falls

"Found Love In A Graveyard" - mit diesem Song machen Veronica Falls im Jahr 2009 auf sich aufmerksam. Mit der Entstehungsgeschichte ihrer Band hat der Titel jedoch reichlich wenig am Hut. Roxanne Clifford (Vocals, Gitarre) und Patrick Doyle (Schlagzeug) lernen sich nicht auf einem Friedhof kennen, sondern beim gemeinsamen Musizieren in ihrer Heimatstadt Glasgow: Sie spielen unter anderem zusammen bei den Sexy Kids. Nach der Auflösung dieser Band beschließen die Musiker, nach London zu gehen, wo sich die schicksalhafte Begegnung mit James Hoare ereignet. Alsbald stehen sie zu dritt im Studio.

Veronica Falls - Waiting For Something To Happen Aktuelles Album
Veronica Falls Waiting For Something To Happen
Lo-Fi-Liebe zu dreamy Melodien.

Hoare spielt Gitarre – was jedoch fehlt, ist der Bass. Es dauert einige Zeit, bis Marion Herbain dazu stößt. Roxanne erzählt im Interview mit contactmusic: "Für eine komplette Band braucht man eben einen Basssisten – irgendwie schafften wir es, Marion zu überreden." Marion kennt Roxanne und Patrick noch aus Glasgow. Sie spielt bis dato kein Instrument und bringt sich die Akkorde in kürzester Zeit selbst bei, wie sie im Interview mit contactmusic erzählt: "Ehrlich gesagt muss ich immer noch üben. Zum Glück ist Bass ja nicht das schwerste Instrument."

Talent scheint vorhanden – das hört auch Mike Sniper, Kopf des New Yorker Labels Captured Tracks. Dem Mythos nach haben Veronica Falls bereits zehn Minuten nachdem sie ihren ersten Track auf die Plattform MySpace geladen haben, mit Sniper einen einflussreichen Fan. Er nimmt das Quartett unter Vertrag.

Nach Auftritten unter anderem mit The Pains Of Being Pure At Heart verzieht sich die Band ins Studio, um am Debütalbum "Veronica Falls" zu arbeiten, das schließlich im Oktober 2011 auf den deutschen Markt kommt. Mit dem Ergebnis sind sie anfangs nicht zufrieden, erst der zweite Anlauf, bei dem sie das Album live aufnehmen, gefällt. Zu überproduziert sei der erste Versuch gewesen.

Denn Veronica Falls mögen den 60s-Touch, sie wollen Lo-Fi-Sounds und Retroklänge, mischen düstere Töne gekonnt mit süßen Surfpop-Melodien. Vorbilder hierbei sind Bands wie Velvet Underground, Felt oder Beat Happening. In eine Schublade gesteckt werden oder gar dem Genre C86 zugeordnet werden, das passt Veronica Falls jedoch gar nicht. C68? Dieser Name kommt von Casette 86 – ursprünglich ein Sampler von 1986, der die Musikrichtung Twee-Pop, wörtlich übersetzt etwa 'zuckersüßer Pop', einführt. James: "Wir hassen es, immer wieder in Verbindung mit Twee genannt zu werden."

Von der Schubladen-Zuordnung lassen sich Veronica Falls nicht abhalten: Sie arbeiten weiter an der musikalischen Karriere, veröffentlichen Singles und eine Cover-EP (2011), auf der sie sich unter anderem an Songs der Rolling Stones und der Eurythmics austoben. Auch das Jahr 2013 bringt eine Covers EP hervor, streng limitiert auf 600 und mit Songs von Bob Dylan, The Rats oder The Moles. Zuvor jedoch erscheint ihr Zweitling "Waiting For Something To Happen", den sie gemeinsam mit Rory Attwell (Male Bonding, The Vaccines) aufnehmen.

Die Singleauskopplung "Teenagers" klingt als Vorbote auf das neue Album dezent fröhlicher als noch zu Anfangstagen. Für Fans des düsteren – entschuldigt, Veronica Falls – Twee Pop jedoch kein Grund zur Sorge. Nein, nein, da schließt "Teenagers" schon richtig mit den Worten: "It's alright, it's alright."

Alben

Videos

Waiting for Something to Happen
'Waiting For Something To Happen'
'Broken Toy'
'The Fountain'
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