Porträt

laut.de-Biographie

Time Machine

Die italienische Band Time Machine ist eigentlich so etwas wie ein Durchlauferhitzer für talentierte Musiker. So ziemlich alles, was überdurchschnittlicher Fähigkeiten am jeweiligen Instrument aufweist, darf bei den Südländern mal spielen.

Time Machine - Reviviscence - Liber Secundus Aktuelles Album
Time Machine Reviviscence - Liber Secundus
Klasse Gesang mit sinnlosem Sologedudel.

Ursprünglich geht die Geschichte der Band auf Basser Lorenzo Dehò und den Gitarristen Ivan Oggioni zurück, die ihre Musikkarriere Ende 1992 mit einem Album namens "Projekt: Time Scanning" beenden wollen. Mit dem ehemaligen Moon Of Steel Sänger Andrea Ruggeri und ein paar Gastmusikern machen sie sich an die Aufnahmen. Musikalisch erinnern sie dabei stellenweise an Dream Theater oder Rush, in den sanfteren Passagen aber auch schon mal an Marillion. Als das Album '93 erscheint, sind die beiden von dem Erfolg so beeindruckt, dass sie beschließen, weiterhin gemeinsame Sache zu machen.

Mit JoeTaccone (ebenfalls Ex- Moon Of Steel) holen sie sich einen festen zweiten Klampfer und nachdem sie den Rest der Band neu besetzt haben, nehmen sie die EP "Dungeons Of The Vatican" auf und gehen auch auf Tour. Im Herbst '94 holen sich die drei mit Antonio Rotta (dr) und Folco Orlandini (voc) zwei fähige Leute dazu und beginnen mit den Aufnahmen für "Act II: Galileo". Viele der 19 Songs auf dem Album sind eher eine Art Untermalung der Geschichte des italienischen Gelehrten, was die Scheibe zu einem echten Erlebnis macht. Die anschließende Tour durch Italien ist ausverkauft, und als die Band mit den Brasilianern von Angra einen Akustik-Gig in Mailand spielt, geht für sie ein Traum in Erfüllung.

"Shades Of Time" lautet der Titel der nächsten Veröffentlichung, und mit Morby ist neben Neudrummer Nick Rossetti auch ein neuer Sänger dabei. Auf der EP spielt noch Saxophonist Stefano Della Giustina, der der Musik eine ganz eigene Note aufdrückt. Die Songs erinnern nicht selten an ältere Queensryche und machen deutlich Appetit auf das nächste Album. Nachdem Time Machine '97 ausgiebig auf Tour waren, verlässt Morby die Band, um Platz für Nick Fortarezza zu machen. Mit ihm nehmen sie 1998 "Eternity Ends" auf und zeigen sich dabei von einer sehr balladesken Seite. Die obligatorischen Live-Auftritte folgen, jedoch starten Lorenzo, Joe und Drummer Nick auch ein Nebenprojekt namens Khali.

Auf der Doppel CD "Hidden Secrets" gibt es neben den üblichen Best Of Tracks Neueinspielungen alter Songs, ein paar Demo-Sachen und auch einiges Live-Material zu hören. Im Juli 2001 melden sie sich mit der EP "Aliger Daemon" zurück. Mit den beiden ehemaligen Arkh Muckern Pino Tozzi (voc) und Claudio Riotti (dr), sowie dem Gitarristen Gianluca Ferro haben sie drei neue Mitglieder in der Band. Mit Eddy Antonini (Skylark) haben sie auch erstmals einen Gastkeyboarder dabei, der die Songs noch weiter ausbaut. Schon im Oktober des selben Jahres erscheint auch "Evil - Liber Primus", der erste Teil einer Trilogie, die sich mit den Werken den italienischen Autors und Geschichtsprofessors Valerio Evangelisti befasst. Die Musik ist weniger experimentell wie die der vorangegangene EP, sondern deutlich straighter.

Erst 2004 melden sich Time Machine mit dem zweiten Teil der "Eymerich" Trilogie zurück. Wieder hat sich das Line-Up massiv verändert: der neue Sänger heißt Marco Sivo, der neue Gitarrist hört auf den Namen Gianluca Gallli und der Drummer wurde von seinen Eltern Sigfrido Percich getauft. Die Keyboards auf "Reviviscence - Liber Secundus" übernehmen Ferro und Dehò, allerdings schießen sie mit ihren Soli gelegentlich über's Ziel hinaus. Ansonsten ist das Album aber nicht zuletzt wegen Marcos stimmlicher Nähe zum Queensryche-Sänger Geoff Tate recht interessant.

Alben

  • Time Machine

    Da sollte schon noch was kommen.

    http://timemachine.cjb.net/

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