Porträt

laut.de-Biographie

Tigercity

Das Schlafzimmer ist eines der am meisten benutzten Räume im Haus. Auch aus dem Bereich der Musik ist die gute alte Schlafstätte nicht mehr wegzudenken, Begrifflichkeiten wie Schlafzimmer-Pop oder "bedroom electronics" gehören seit Ende der 90er Jahre zum festen Stilistik-Kanon der Kritik.

Auch die ursprünglich aus Northampton im Neuenglandstaat Massachusetts stammenden Tigercity basteln zunächst im Schlafzimmer an ersten Demos. Wir schreiben das Jahr 2004, die Band besteht seinerzeit nur aus den Mitgliedern Bill Gillim (Gesang) und Joel Ford (Bass, Keyboards).

Dem Landleben bald überdrüssig, zieht es die Freunde 2005 nach Brooklyn, wo sie in Al Carlson einen Freund und Produzenten für ihre Demos und in Aynsley Powell (Drums) und Andrew Brady (Gitarre) zwei weitere Bandkollegen treffen.

2006 schlägt ihr unglaublich eingängiger Funkpop-Song "Are You Sensation" von der EP "Tigercity" in den USA ein. Zahlreiche Blogs tragen den Ruf der Band über die Grenzen New Yorks hinweg und selbst der große Rolling Stone frisst einen Narren an den Jungs und bezieht sie in ihre "Kommende Stars in 2007"-Rubrik mit ein.

So falsch liegen sie damit nicht: Das erneut in EP-Form erscheinende Debüt "Pretend Not To Love" findet in seiner Retrolastigkeit schnell ein interessiertes Publikum. Die Musik von Tigercity ist praktisch nicht ohne das Jahrzehnt der 80er Jahre denkbar. Prefab Sprout, Hall & Oates ("Maneater"!), Duran Duran, aber auch The Killers oder Maroon 5 stehen Pate für den Sound der Gruppe.

Bill Gillims variabler Gesang, der nach oben hin auch vor mutigsten Regionen nicht zurückschreckt, verhilft der Gruppe zu dem dringend notwendigen Erkennungsmerkmal. Als "Pretend Not To Love" Ende 2008 in Deutschland erscheint, sind Tigercity mit ihrem zweiten Album schon so gut wie fertig. Auf dem mit Produzent Chuck Brody eingespielten Album finden sich diesmal stattliche elf Songs, die dem Status der Schlafzimmer-Aufnahme natürlich längst entkommen sind.

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