Porträt

laut.de-Biographie

Stimming

Clubgängern gilt Hamburg nicht gerade als erste Adresse in Deutschland. Die Hansestadt steht immer im Schatten der traditionsreichen Metropolen Berlin, Frankfurt und Köln. Mitte der 00er Jahre bildet sich jedoch auch im hohen Norden eine Szene international anerkannter Produzenten heraus.

Solomun, H.O.S.H., Kollektiv Turmstrasse und Stimming lauten die Namen der Stunde. Sie releasen viele ihrer Tracks auf dem ebenfalls in Hamburg ansässigen Label Diynamik Music, das Solomun und H.O.S.H. betreiben. Dort gibt 2007 auch Martin Stimming mit der Maxi "Funkworm" sein Solodebüt als Produzent.

Stimming kommt eigentlich aus der hessischen Unistadt Gießen. Als Teenager begeistert er sich für Breakbeats und Drum'n'Bass. Grooverider und DJ Krush heißen seine Idole Mitte der 90er Jahre.

Mit dem Umzug in den Großraum Frankfurt treten schon wenig später Chris Liebing und Sven Väth an ihre Stelle. Techno entwickelt sich mehr und mehr zum prägenden Lebensinhalt. Um sich eine berufliche Perspektive als Produzent zu eröffnen, geht Stimming nach Hamburg und macht dort eine Ausbildung zum Toningenieur.

2006 produziert er zusammen mit Alexander Kübler unter dem Pseudonym Gebrüder Ton erste Tracks, die unter anderem auf Monika Kruses Electric Avenue Label veröffentlicht werden. Damit ist der Startschuss für eine Produzentenkarriere gefallen.

In den folgenden Jahren erscheinen zahlreiche seiner Tracks auf Labels wie Monika Kruses Terminal M, den britischen Imprints Buzzin Fly Records und Freerange Records. Wichtigster Bezugspunkt für seine Veröffentlichungen bleibt aber Diynamic Music.

Auf seinem 2009 veröffentlichten Longplayer "Reflections" gibt es 'Stimming-Sound' in Reinkultur. Der Verbindung von technoidem Funk und deepen Grooves ist da schon zum Markenzeichen der Hamburger Diynamik-Produzenten geworden.

"Für meine Tracks verwende ich Field Recordings, gesamplete Claps und Percussions sowie selbstprogrammierte Effekte. Hinzu kommen analoge und digitale Synthesizer und eine Reihe von billigen, aber in ihrem Klang charakteristischen Freeware Plug-Ins. Alles zusammen genommen, ergibt am Ende dann vielleicht den typischen 'Stimming'-Sound."

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