Porträt

laut.de-Biographie

Steve Stevens

Das erste, was bei Steve Stevens ins Auge sticht, sind die Haarlackfrisur und die bemalten Fingernägel. Das erste, was das Ohr bemerkt, ist seine besondere Art, Gitarre zu spielen. Ob "Rebell Yell", "White Wedding" oder "Eyes Without A Face" - hinter all den Liedern, die Billy Idol zu einem der größten Poprockstars der 80er Jahre gemacht haben, steckt Stevens' instrumentale Versiertheit.

1959 in New York geboren, besucht Stevens als Jugendlicher die Fiorello H. LaGuardia High School of Performing Arts, die er 1977 abschließt. Einige Jahre schlägt er sich mit Club-Auftritten und Studioarbeit durch, bis er 1981 Idol kennen lernt. Der Brite ist nach der Auflösung der Punkband Generation X in die USA gezogen, um sich an einer Solokarriere zu versuchen. Mit Stevens und dem Produzenten Keith Forsey entsteht ein Trio, das sich in den folgenden Jahren von Erfolg zu Erfolg hangelt.

Nach drei Alben und einer EP ist 1986 vorübergehend Schluss. Stevens nutzt die freie Zeit, um die Gitarre zu Michael Jacksons Hit "Dirty Diana" und einen Track zum Actionfilm "Top Gun" beizusteuern, mit dem er einen Grammy gewinnt.

1989 veröffentlicht er mit "Atomic Playboys" das erste Album unter eigenem Namen. Der Sprung zurück auf die große Bühne gelingt ihm an der Seite von Mötley Crüe-Frontmann Vince Neil, der nach seinem Ausstieg bei den Krawall-Rockern mit "Exposed" 1993 einen Soloversuch startet. Das Album floppt, nach einer Club-Tour mit Van Halen steigt Stevens aus.

Bis zur zweiten Hälfte des Jahrzehnts ist von ihm nicht mehr viel zu hören - was wohl auch daran liegt, dass jahrelanger Alkohol- und Drogenmissbrauch seinen Tribut fordert. Erst 1997 tut er sich mit dem Schlagzeuger Terry Bozzio und dem Gitarristen Tony Levin zusammen. Das Trio Bozzio Levin Stevens veröffentlicht zwei Alben, "Black Light Syndrome" (1997) und "Situation Dangerous" (2000).

Vom Besuch eines Konzerts Paco de Lucias lässt sich Stevens zu seinem zweiten Album "Flamenco A Go-Go" inspirieren. Seine Karriere rettet jedoch ein Anruf Billy Idols, der ihn 1999 auf eine Club-Tour mitnimmt. Wie gut das Duo wieder harmoniert, beweist der Unplugged-Mitschnitt "VH1 Storytellers". Schließlich gesellt sich Produzent Forsey zu ihnen, womit das Erfolgstrio der 80er Jahre wieder beisammen ist. Das Album "Devil's Playground" (2005) ist zwar nicht mehr ganz auf dem aktuellen Stand, rockt aber nach wie vor ordentlich.

Wenn er nicht auf Tour ist, hilft Stevens des öfteren Kollegen im Studio oder gibt Gitarrenunterricht. 2003 steuert er ein Stück zum Soundtrack von "Matrix Reloaded" bei. 2008 findet er schließlich die Zeit, um sein drittes Solowerk "Memory Crash" zu veröffentlichen. Mit Haarlack und bemalten Fingernägeln, versteht sich.

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