Porträt

laut.de-Biographie

Solomon Burke

Der amerikanische Soul-Sänger James Solomon McDonald hat viele Talente. Die Inbrunst seiner begnadeten Stimme ist das vielleicht offensichtlichste. Sie verhilft ihm in den 60er Jahren mit Hits wie "Everybody Needs Somebody To Love" und "Cry To Me" zu Weltruhm, macht ihn neben Al Green und Otis Redding zu einem der Stars des Soul. Der Lebemann Solomun Burke genießt diesen Ruhm aus vollen Zügen. Gleichzeitig steht er aber auch mit beiden Füßen fest auf dem Boden.

Nachdem das Interesse der Öffentlichkeit Anfang der 70er zu schwinden beginnt, zieht sich Burke 1975 aus dem Popgeschäft zurück. Er arbeitet im Beerdigungsinstitut seiner Tante und geht seiner Berufung als Prediger nach. Gleichzeitig kümmert sich der Sänger um seine ständig wachsende Famillie. Als mehrfacher Vater und vielfacher Großvater (2009 hat Solomon Burke 21 Kinder und 94 Enkelkinder) eine Beschäftigung, die alles andere als Langeweile verspricht.

Die Familie ist von Beginn an der wichtigste Rückhalt für Burke. Am 21. März 1940 in Philadelphia geboren, wächst er mit sechs Geschwistern in einer religiösen Familie auf. Früh singt er im Kirchenchor und wird im Alter von neun Jahren zum Bischof einer kleinen Gemeinde ernannt wird. Als "Wonder Boy Preacher" gelangt er zu regionalem Ruhm und bereist schon bald die Gemeinden in der Umgebung von Philadelphia. Fester Bestandteil seiner Auftritte sind seine Gesangsdarbietungen.

Als ihm seine Großmutter Weihnachten 1954 eine Gitarre schenkt, startet Burke seine musikalische Karriere im Popgeschäft. Mit seiner Band The Cavaliers nimmt er 1955 an einer Talentshow teil und wird entdeckt. Ein Plattenvertrag mit dem New Yorker Label Apollo Records ist die Folge. Der Durchbruch gelingt Burke jedoch erst einige Jahre später, als er bei Atlantic Records unter Vertrag ist.

Bis Ende der 60er Jahre entstehen seine großen Hits. "Everybode Needs Somebody To Love", das später im Film "Bluesbrothers" zu Ehren kommt und "Cry To Me", zu dem Patrick Swayze in "Dirty Dancing" schmust, machen ihn unsterblich. Elvis gehört ebenfalls zu den Bewunderern von Burke. Er schätzt jedoch nicht nur dessen Stimme, sondern auch seine maßgeschneiderten gold-bestickten Anzüge. "Eines Tages traf ich Elvis und er fragte mich nach der Adresse meines Schneiders. Kurze Zeit später sah ich Elvis auf der Bühne, mit einem goldenen Anzug. So ist das eben", sagt Solomon Burke.

Neben dem King of Rock'n'Roll zählt Burke die Rolling Stones, Buddy Holly und Sam Cooke zu seinen Bewunderern. Trotzdem bleibt die Musik für den gläubigen Sänger immer nur eines von vielen Standbeinen. Immer wieder zieht er sich aus dem Musikgeschäft zurück. Er baut einen Limousinen-Service auf, leitet erfolgreich sein eigenes Bestattungsinstitut und betreut als Bischof die Mitglieder seiner Gemeinde. Auch abseits der Bühne ist Burke ein Macher.

Anfang der 90er veröffentlicht er das Bluesalbum "Soul Of The Blues", rund zehn Jahre später dann das Country-Album "Nashville". Die beiden Longplayer sind eine musikalische Hommage an seine Idole Muddy Waters, John Lee Hooker, Hank Williams, Gene Autry und Roy Rogers. Eine Herzensangelegenheit ist für Solomon Burke auch das auf "Nashville" zu hörende Duett zusammen mit Dolly Parton.

2001 wird Solomon Burke feierlich in den Rock'n'Roll Hale Of Fame aufgenommen. Im Jahr darauf erscheint sein Album "Don't Give Up On Me". Der Titel des Albums ist Programm, schließlich läutet die Veröffentlichung die zweite Karriere von Burke ein. Auf Anhieb gewinnt Burke mit seinem Album einen Grammy und geht in der Folge wieder regelmäßig auf Tournee. Zudem erreicht Burke nun ein neues Publikum. Bester Beleg dafür ist die Kollaboration mit Junkie XL im Jahr 2003.

Für sein 2008er Release "Like A Fire" schreibt Solomon Burke nicht mehr alle Songs. Stars wie Eric Clapton und Ben Harper übernehmen diese Aufgabe.

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Jazz Open Stuttgart, 2009 21 Kinder, 94 Enkel & 300 Pfund Soul.

21 Kinder, 94 Enkel & 300 Pfund Soul., Jazz Open Stuttgart, 2009 | © laut.de (Fotograf: Klaus Werz) 21 Kinder, 94 Enkel & 300 Pfund Soul., Jazz Open Stuttgart, 2009 | © laut.de (Fotograf: Klaus Werz) 21 Kinder, 94 Enkel & 300 Pfund Soul., Jazz Open Stuttgart, 2009 | © laut.de (Fotograf: Klaus Werz) 21 Kinder, 94 Enkel & 300 Pfund Soul., Jazz Open Stuttgart, 2009 | © laut.de (Fotograf: Klaus Werz) 21 Kinder, 94 Enkel & 300 Pfund Soul., Jazz Open Stuttgart, 2009 | © laut.de (Fotograf: Klaus Werz) 21 Kinder, 94 Enkel & 300 Pfund Soul., Jazz Open Stuttgart, 2009 | © laut.de (Fotograf: Klaus Werz) 21 Kinder, 94 Enkel & 300 Pfund Soul., Jazz Open Stuttgart, 2009 | © laut.de (Fotograf: Klaus Werz) 21 Kinder, 94 Enkel & 300 Pfund Soul., Jazz Open Stuttgart, 2009 | © laut.de (Fotograf: Klaus Werz)

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