Porträt

laut.de-Biographie

Sister Fa

Sister Fa heißt heißt im wirklichen Leben Fatou Mandiang Diatta. Sie kommt 1982 in Dakar zur Welt und macht mit 18 erstmals auf sich aufmerksam, als sie ein Rap-Tape mit Demoaufnahmen ihrer Songs auf den senegalesischen Markt wirft.

 - Aktuelles Interview
Sister Fa "Mir blieb als Ausweg nur der Rap!"
Die Wahl-Berlinerin über Unterdrückung, Beschneidung, Korruption und Rebellion.

Bereits ein Jahr später steht sie auf der Bühne der senegalesischen Hip Hop Awards, wo der französische Produzent und Dokumentarfilmer Philipp Mogan auf sie aufmerksam wird. Auf dem gemeinsamen Celluloid-Ergebnis stellt Sister Fa die heimische Rap-Szene vor, der auch Bands wie Daara J oder Positive Black Soul entstammen.

2003 nimmt das Label Fight N' Forget (FN'F) sie unter Vertrag und platziert ihr Liedgut auf verschiedenen westafrikanischen Samplern (u.a. "Art City", "Affiche", "Tous Rapons Le Sida", "Moye Lolou"). Im selben Jahr repräsentiert sie beim Festival De Rap Feminin International in Guinea Conakry ihr Heimatland.

Zwei Jahre später steht ihr Solodebüt "Hip Hop Yaw La Fal" in den senegalesischen Läden, mit dem sie im selben Jahr auch den bereits erwähnten Hip Hop Award als "beste Neuentdeckung des Jahres" gewinnt. Dann verlässt sie ihre afrikanische Heimat und zieht zu ihrem Mann nach Berlin, wo sie seither an ihrer Fusion aus Rap, Soul, Afropop, World und Reggae feilt.

Kaum in der neuen Heimat angekommen, sucht sie sich eine Band, mit der sie 2008 an der Kompilation "Many Lessons - Pop und Islam" mitwirkt, dass auf eine Initiative der Bundeszentrale für politische Bildung zurück geht. Die federführende Plattenfirma, Piranha Records, erkennt sofort das Talent der Sängerin und lässt es sich nicht entgehen, sie unter Vertrag zu nehmen.

2009 erblickt ihr hiesiges Debüt, "Sarabah - Tales From The Flipside Of Paradise", das Licht der Welt. Dabei präsentiert sich Sister Fa nicht nur als gewandte Rapperin und Musikerin, sondern auch als politisch und sozial engagiert. Ihrem Kampf gegen die Genitalverstümmelung afrikanischer Frauen verleiht sie nicht nur in ihren Texten Ausdruck. 2008 bereist sie mit der Unterstützung des Goethe-Instituts und ihrer Band für drei Wochen den Senegal, um für ihre Botschaft "éducation sans mutilation" (sinngemäß in etwa: Kindheit ohne Verstümmelung) zu werben.

Selbst Opfer der Genitalverstümmelung, kämpft Sister Fa an vielen gesellschaftlichen, kulturellen, politischen und religiösen Fronten. Zwangsverheiratung wird ebenso thematisiert ("Bou Souba Si Ngone") wie der Islam und sein Verhältnis zu moderner Rap-Musik ("Selebou Yoon"). "Als Musikerin sehe ich mich als Botschafterin. In erster Linie ist der Rap da, um Ungerechtigkeiten zu enthüllen. Dabei geht es mir immer darum, auf Missstände aufmerksam zu machen."

Interviews

Fotogalerien

"Sarabah" Die senegalesisch-deutsche Rapperin debütiert 2009.

Die senegalesisch-deutsche Rapperin debütiert 2009., "Sarabah" | © Piranha Records (Fotograf: ) Die senegalesisch-deutsche Rapperin debütiert 2009., "Sarabah" | © Michael Mann (Fotograf: ) Die senegalesisch-deutsche Rapperin debütiert 2009., "Sarabah" | © Michael Mann (Fotograf: ) Die senegalesisch-deutsche Rapperin debütiert 2009., "Sarabah" | © Michael Mann (Fotograf: )
  • Sister Fa

    Hier wohnt Sister Fa.

    http://www.sisterfa.com
  • My Space

    ... darf nicht fehlen.

    http://www.myspace.com/sisterfa
  • Emanzipation durch Rap

    Sister Fa in der Taz.

    http://www.taz.de/1/archiv/print-archiv/printressorts/digi-artikel/?ressort=sp&dig=2009%2F05%2F09%2Fa0006&cHash=8d67d9020e

Noch keine Kommentare