Porträt

laut.de-Biographie

Sebastian Hämer

Im Sommer des Jahres 2006 sehen sich zahlreiche Radiostationen mit Whitelabel-Promos konfrontiert. Eine unbekannte deutsche Soul-Stimme, operierend unter dem Decknamen Der Fliegende Mann, erklärt die Saison zum "Sommer Unseres Lebens". Wer aber steckt dahinter? Das Phantom verspricht, das Geheimnis werde gelüftet, sobald der 100.000ste Besucher die Webseite sommerunsereslebens.de anvisiert hat.

Lange dauert das nicht, doch lange genug, um Spekulationen hochkochen zu lassen. Klingt das nicht sehr nach Xavier Naidoo? Steckt etwa der bekannteste der Söhne Mannheims hinter dem "Fliegenden Mann"? Drei Wochen später bereitet Sebastian Hämer dem Versteckspiel ein Ende. Ein zweiter Naidoo im Hause 3p? Hämer nimmt es mit Humor: Einem Sänger könne man wahrhaft schlimmere Vergleiche anhängen, so sein gelassener Kommentar.

Sebastian Hämer kommt am 17. März 1979 in Perow an der Ostsee zur Welt. Eine ordentliche, wenn auch arg bodenständige Ausbildung zum Hotelkaufmann bewahrt ihn keineswegs vor actiongeladenen Träumen. Jackie Chan und der "Unknown Stuntman" Colt Seavers: Derartige Namen fallen, fragt man Sebastian nach den Helden seiner Jugend.

Ja, Stuntman - das wärs. 2000 durchkreuzt allerdings ein schwerer Snowboard-Unfall die Berufspläne des inzwischen 20-Jährigen. Standen bisher noch Kampfsport, Surfen, Skaten und eben Snowboarden an erster Stelle, bedarf es nun, da Sebastian gezwungenermaßen sportlich kürzertreten muss, eines neuen Ventils, um die überschäumende Energie zu kanalisieren.

Gary Barlows "Forever Love" markiert den Beginn einer neuen Ära. Diesen Titel gibt Sebastian in einer Karaoke-Bar zum Besten und entdeckt dabei, dass ihm sowohl der Gesang als auch Auftritte vor Publikum einigermaßen zu liegen scheinen. Zielstrebig nimmt er sein neues Hobby in Angriff. Er singt als Frontmann bei der Party-Band Turn Up.

Nach deren Auflösung kümmert sich Sebastian intensiv um den Start in eine Solo-Karriere. Mittlerweile hat er sich ein eigenes kleines Tonstudio aufgebaut. Erste Aufmerksamkeit verschafft Sebastian seine Teilnahme beim ZDF-Gesangswettbewerb "Die deutsche Stimme 2003": Er landet immerhin unter den letzten neun. Ende 2004 ruft er gemeinsam mit drei Kollegen das musikalische Surferkollektiv Darss Sound System ins Leben.

Nicht genug, zumindest nicht in den Augen der besten Freundin von Sebastians Schwester. Diese schickt ein Demo-Tape an Moses Pelhams 3p-Studios und tritt damit eine Lawine los. Ein Anruf aus Frankfurt besiegelt die Zusammenarbeit: Das bewährte Team Moses Pelham und Martin Haas kümmert sich um die Produktion von Sebastians Debüt.

"Sommer Unseres Lebens" und die damit verbundene Geheimniskrämerei sorgen für einigen Wirbel. Die Single gerät zum Sommerhit und stößt bis auf Platz neun der Single-Charts vor. Im August erscheint das zugehörige Album "Der Fliegende Mann".

Als einziger Featuregast tritt Moses Pelham persönlich in Erscheinung. Ältere eigene und neue, in Zusammenarbeit mit Pelham und Haas produzierte Tracks harmonieren erstaunlich gut.

Die Zusammenarbeit mit 3p jedoch erweist sich als nicht von Dauer. Die Bastelei an Album Nummer 2 zieht sich in die Länge. Hämer nimmt die Fäden schließlich selbst in die Hand und zieht 2009 einen Schlussstrich unter die Geschäftsbeziehungen.

Sein zweites Album "Flugplan 2" erscheint im Februar 2010 auf dem eigens gegründeten Label Darss Records. Die erste Single, die vorab erscheint, trägt den Titel "Steig Mit Ins Boot". Mit der Nummer unterstützt Hämer die Rostocker Kinderhilfsorganisation "Frogs For Future".

Sebastian Hämer fliegt also weiter, wenn auch nach neuem, eigenen Flugplan. Den Vergleich mit Xavier Naidoo muss er immer noch nicht scheuen.

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Alben

Sebastian Hämer - Flugplan 2: Album-Cover
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  • Redaktionswertung: 1 Punkte

2010 Flugplan 2

Kritik von Dani Fromm

Das Problem bei Flugreisen: Man kann unterwegs nicht aussteigen. (0 Kommentare)

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Sa 26.04.2014 Berlin (Frannz Club)
So 27.04.2014 Frankfurt (Nachtleben)
Mo 28.04.2014 Hamburg (Stage Club (Neue Flora))

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