Porträt

laut.de-Biographie

Cosmo Klein

Nach Sex, Drugs und Rock'n'Roll endete schon manch eine Musikerkarriere im Pfandhaus. Die von Cosmo Klein, am 1. November 1978 als Marcus Klein Lippstadt geboren, bringen Geldsorgen erst so richtig in Schwung.

The Phunkguerilla & Cosmo Klein - Let's Work
The Phunkguerilla & Cosmo Klein Let's Work
Sashas Ex-Songwriter feiert dreckigen Soul'n'Funk.
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"Ich habe meinen Plattendeal damals nur unterschrieben, um ein paar Freunden Schulden, die sich in meiner Zeit als Straßenmusiker angehäuft hatten, zu bezahlen. Ich war nie so ganz zufrieden mit dem Sound, den meine Produzenten mit mir machten, und so war die Zeit geprägt von starken Kämpfen, finanziellen Abhängigkeiten, aber am Ende auch wichtigen Erfahrungen für mich", erklärt Cosmo im Interview mit Schwulissimo.

Zu diesem Zeitpunkt hat sich der BVB-Fan bereits einen Namen als Partyveranstalter gemacht. Nachdem sich seine "Cosmo-Funk-Nights" in Dortmund zum vollen Erfolg auswachsen, sprießen bald Ableger in Berlin, Köln, Paderborn und Bielefeld.

Auf einer dieser Partys lernt er Sasha kennen und beschließt, mit ihm zu arbeiten. Ihr gemeinsamer Track "This Is My Time" begleitet 2002 Rudi Völler und seine Jungs als offizieller Sat1-Fußball-WM-Song bis ins Finale in Yokohama.

In der Folge schreibt Cosmo für Ben den Hit "Herz Aus Glas" sowie weitere Stücke seiner Debüt-CD "Hörproben". Eigentlich nur logisch, dass die Plattenfirma den jungen Cosmo in die gleiche Schublade wie die beiden erfolgreichen Pop-Sänger stecken möchte.

Doch während 2003 mit "This Is My Time", einer Mischung aus Pop, Rock und Soul, sein Erstling als Sänger in den Regalen steht und die Promotion-Maschinerie auf Hochdruck läuft, fährt Cosmo nachts in House-Clubs, um dort auf Aftershowpartys aufzulegen. Außerdem tritt er mit der Rock-Formation die-geilsten auf und spielt mit ihnen bei Rock am Ring. 2006 erscheint sein zweites Album "Human", auf dem er die meisten Stücke selbst spielt.

In der Folge kommt es zum Bruch mit seiner Pop-Sänger-Karriere. Zunehmend wendet sich Cosmo Kleins Blick zurück auf die Tanzflächen. Mit 250 Gigs pro Jahr rockt er die Meute im House- und Dancebereich – egal ob in Deutschland, Russland, Mexico, Brasilien, Kanada oder Australien.

2007 gründet Cosmo Cosmopolytix, ein interaktives Internet-Musikportal, unter dessen Namen er die beiden Projekte Liveclubbing und Phunkguerilla verbindet. Während sich Liveclubbing, wie der Name schon sagt, um seine Clubkarriere kümmert, wächst die Phunkguerilla zu einem Netzwerk aus über dreißig europäischen Musikern und Komponisten. Ihre Liebe zum Soul und Funk vereint sie.

In Jams, den "Guerilla Sessions", sammeln die Phunkguerillas live ihre Ideen. Mehr und mehr kristalisiert sich ein festes Bandgefüge und das richtige Songmaterial heraus. Das Publikum entscheidet im Internet über die Tracks, die Cosmo Klein und Claus Fischer im Studio umsetzen.

Zuerst folgen dem Urnengang einige EPs, bis 2013 das gemeinsame Album "Let's Work" erscheint. "Ich freue mich sehr viel mehr auf die neue Platte mit meiner Band The Phunkguerilla, als ich es damals auf mein erstes Album getan habe".

Cosmo Klein hat sich von den Handschellen der Popindustrie befreit. Im Hause Cosmopolytix ist er sein eigener kreativer Herr. "Ich möchte Musik wieder zu einem Erlebnis werden lassen und das Publikum bereits bei der Entstehung eines Projektes mitnehmen. Unsere Fans haben die Möglichkeit, diesen Entwicklungsprozess bis zur Veröffentlichung unseres Albums und darüber hinaus zu verfolgen. Mein Ziel ist es, Cosmopolytix zu einer Plattform nicht nur für Musiker und Fans werden zu lassen, sondern auch für Sponsoren, die an unserer Öffentlichkeitsarbeit partizipieren können."

Alben

The Phunkguerilla & Cosmo Klein - Let's Work: Album-Cover
  • Leserwertung: 2 Punkt
  • Redaktionswertung: 3 Punkte

2013 Let's Work

Kritik von Sven Kabelitz

Sashas Ex-Songwriter feiert dreckigen Soul'n'Funk. (0 Kommentare)

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