Porträt

laut.de-Biographie

Rolf Zacher

Schauspieler, Autor, Musiker und Lebenskünstler - Rolf Zacher zählt seit Jahrzehnten zu den schillerndsten Figuren in der deutschen Medienlandschaft. Geboren am 28. März 1941 in Berlin, wächst er vaterlos auf. Beruflich scheint eine Lehre als Bäcker vorgezeichnet, stattdessen absolviert er eine Ausbildung zum Pantomimen.

Mit einem gutbürgerlichen Lebenslauf hat der junge Rolf nichts am Hut, betätigt sich in unterschiedlichsten künstlerischen Bereichen und besucht eine Schauspielschule.

Ab den sechziger Jahren konzentriert er sich mit wachsendem Erfolg auf die Schauspielerei. Eine erste kleine Rolle erhält er 1966 im Film "Es". 1971 arbeitet er für das Album "Tanz Der Lemminge" mit der Krautrock-Band Amon Düül II zusammen. Nach Kino-Streifen wie "Morgens Um Sieben Ist Die Welt Noch in Ordnung (1968) und Chapeau Claque" (1973) gelingt ihm 1980 mit "Endstation Freiheit" der große Durchbruch. Zachers intensive Darstellung eines Schriftstellers mit Knastvergangenheit beschert ihm neben dem Deutschen Darstellerpreis auch den Bundesfilmpreis.

Doch seit einem Ende der Sechziger erlittenen Autounfall liegt ein Schatten auf seiner Karriere. Die Ärzte bekämpfen seine Schmerzen mit Morphium, mit dem Ergebnis dass Zacher der Drogenabhängigkeit verfällt. Er greift zu Heroin, und wird schließlich wegen unerlaubten Drogenbesitzes inhaftiert.

Das nicht nur einmal - rund zehn Gefängnisaufenthalte finden sich in seinem Lebenslauf. Immer wieder startet er mit Entziehungskuren einen Ausbruch aus dem Teufelskreis, der ihm schließlich in den Achtzigern gelingt.

Dennoch bleibt Zacher immer gut im Geschäft. Er absolviert Auftritte in TV-Krimis wie "Derrick" und "Tatort", Filme wie "Die Venusfalle" (1988) entwickeln sich zu großen Kino-Hits. Auch musikalisch tritt Rolf verstärkt in Erscheinung, so aufgrund von Kollaborationen mit Jazzkantine-Mitgliedern. Im Ramones-Musical "Gabba Gabba Hey" übernimmt er eine der Hauptrollen.

Ständig erweitert Rolf Zacher sein künstlerisches Repertoire. Als Synchronsprecher wird er u. a. für Nicolas Cage und Robert de Niro besetzt. 2003 geht das Multitalent mit der Autobiographie "Endstation Freiheit" unter die Autoren. Für Talkshows ist er unter dem Etikett Enfant Terrible ein gern gebuchter Gast.

2008 bringt Zacher mit "Latest Hits" sein Solo-Debüt als Sänger unter den Markt. Die eigenwillig interpretierten Songs ernten Zuspruch bei Kritikern und Publikum. Folgerichtig erscheint 2011 mit "Danebenleben" ein Zweitling, auf dem er seinem Stil treu bleibt.

Rolf Zacher verbindet in seiner Musik Elemente aus Pop, Rock und Chanson, dominiert von seiner unnachahmlich-prägnanten und rauchigen Stimme.

Alben

  • Rolf Zacher

    Die offizielle Homepage.

    http://www.rolfzacher.com/

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