Porträt

laut.de-Biographie

Rocky Votolato

Er trägt einen Namen, der fast zu künstlich klingt, um wahr zu sein. Besonders für eine Person, die aus einem texanischen Nest mit 650 Einwohnern stammt. Doch er ist wahr, was uns zwei Dinge über Rocky Votolato verrät: Seine italienischen Wurzeln und die Originalität seines Vaters, der bei seiner Geburt 1978 auf einer Ranch arbeitet und ein begeisterter Motorradfahrer ist.

Früh bringt er seinen Sohn mit den Songs von Johnny Cash, Willie Nelson, Steve Earle und Lynyrd Skynyrd in Berührung. Doch nachdem die Familie der texanischen Einöde den Rücken kehrt und nach Seattle umsiedelt, entdeckt Rocky auf der High School seine Begeisterung für Punk und Indie-Rock. In dieser Zeit gründet er 1996 Waxwing, zusammen mit seinem kleinen Bruder Cody. Beide spielen Gitarre, Rocky singt. Mit dabei auch Rudy Gajadhar (Schlagzeug) und Andrew Hartley (Bass).

Die Punk-Truppe feiert bald die ersten Erfolge. Mit "For Madmen Only" (1999) machen sie sich lokal einen Namen, mit "One For the Ride" (2000) und "Nobody Can Take What Everybody Owns" (2002) touren sie auch außerhalb des Bundesstaates Washington. Nebenbei verfolgen die Mitglieder auch andere Projekte. So spielen Cody und Gajadhar ab 1997 parallel bei den Blood Brothers, während sich Rocky unter eigenem Namen den Country-Helden seiner Jugend widmet und mehrere Soloalben aufnimmt.

Das erste ist "Rocky Votolato" (1999), gefolgt von "A Brief History" (2000), "Burning My Travels Clean" (2002) und "Suicide Medicine" (2003). Gemeinsam haben sie einfache akustische Arrangements und Texte, die eher auf der dunklen Seite des Lebens angesiedelt sind. 2005 löst sich die Band nach zwei Abschlusskonzerten offiziell auf.

Rocky Votolato - Hospital Handshakes
Rocky Votolato Hospital Handshakes
Wut ist immer noch besser als Resignation.
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Der Songwriter, mittlerweile verheiratet und Vater von zwei Kindern, veröffentlicht 2006 "Makers", das ihn auch in Europa bekannt macht. Für sein sechstes Album "The Brag & Cuss" trommelt er zum ersten Mal in seiner Solokarriere eine Studioband zusammen, der James McAllister (Schlagzeuger für Sufjan Stevens), Bill Herzog (Bassist bei Jesse Sykes & The Sweet Hereafter), Casey Foubert (Gitarrist bei Pedro The Lion) und Rick Steff (Organist für Cat Power und Hank Williams, Jr.) angehören.

Foubert bleibt Votolato auch in den folgenden Jahren treu. Auf "True Devotion" (2010) folgt das wieder minimalistisch gehaltene "Television Of Saints" (2012).

Nach der dazugehörigen Tour, auf der er auch ausgiebig den deutschsprachigen Raum besucht, stürzt Votolato in eine Schaffenskrise. "Ich fühlte mich gehemmt durch das, was ich aus meiner Sicht darstellen sollte und sah mich nicht mehr als Songschreiber. Oberflächlich schien ich ein funktionstüchtiger Musiker zu sein, in Wirklichkeit hatte ich eine komplette Schreibblockade, kämpfte mit einer schweren Depression und hätte fast meinen Verstand verloren", erklärt er.

Tourtipp anzeigen laut.de präsentiert
Bis 11. Juni 2015 Rocky Votolato Innsbruck, Berlin u.a.
Straight from Seattle: schörkellos, intim, dunkel - und erstmals mit kompletter Band.

Schließlich fängt er doch wieder an, kreativ tätig zu sein. Mit 25 neuen Stücken im Gepäck stellt er eine Band zusammen und begibt sich mit Chris Walla (Ex-Death Cab For Cutie) als Produzent ins Studio. Das Ergebnis, "Hospital Handshakes" (2015) ist wesentlich rockiger als seine vorigen Solowerke. "Ich schreibe viel über Traumata. Ich setze mich mit dunklen, beängstigenden Themen auseinander. Ich weiß aber, dass am Ende des Tunnels ein Licht scheint und dass der Prozess Heilung verspricht. Ich hoffe, dass das auch in der Musik zu hören ist", so Votolato.

Alben

Termine

Fr 08.05.2015 Marburg (KFZ)
Sa 09.05.2015 Hamburg (Knust)
So 10.05.2015 Kiel (Pumpe)
Mi 13.05.2015 Münster (Gleis 22)
Do 14.05.2015 Saarbrücken (Garage)

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