Porträt

laut.de-Biographie

Reel Big Fish

In der Ska-Szene schon lange beliebt, haben Reel Big Fish sich inzwischen auch international einen Namen erspielt. Ursprünglich besteht die Band aus Aaron Barrett (Gitarre, Gesang), Matt Wong (Bass) und Andrew Gonzales (Schlagzeug). Die drei Jungs lernen sich in den späten Neunzigern in Huntington Beach, Kalifornien, kennen. Damals covern sie Rock-Klassiker und die Top 40-Songs, wie es in jeder Stadt wahrscheinlich etliche Bands tun. Die wenigen Gigs spielt das Trio zu dieser Zeit auf schlechten Partys.

Die Erlösung von diesen erfolgslosen Auftritten klopft kurz darauf in Form von Ben Guzmans an die Tür des Proberaums. Der Sänger sucht eine Begleitung für ein Konzert einer Benefiz-Veranstaltung und findet in Reel Big Fish die passende Formation. Ben schließt sich ihnen an und bereichert ihre Musik mit seinen Lyrics. Der Ska-Fanatiker stellt bis dahin eine Art Ein-Mann-Band dar. Schnell steckt er den Rest der Band mit seiner Begeisterung für die Gute-Laune-Mucke Ska an.

Paradoxerweise steigt Ben schon 1995 wieder bei RBF aus, um einer rockigeren Formation seine Stimme zu leihen. Daraufhin übernimmt Scott Klopfenstein, der auch Trompete spielt, den Gesangspart. Er soll nicht der einzige Bläser der Combo bleiben. Bald steigen Tavis Werts (Trompete), Dan Regan und Grant Barry, (Posaunen) in die Ska-Band mit ein. In dieser Formation geben die Sieben Gigs rund um Kalifornien, wo sich auch No Doubt damals relativ erfolglos die Finger wundspielen.

Live-Auftritte entpuppen sich für Reel Big Fish zu immer größeren Highlights. Anfangs covern sie Hits von Bands wie A-Has "Take On Me". Doch 1995 nehmen sie "Everything Sucks", den ersten Silberling mit selbst komponierten Tracks auf. In Ska-Punk-Kreisen feiert man dieses Debüt 1996 als Geheim-Tipp. Bis dahin kann man die CDs nur auf Konzerten der schwarz-weiß karierten Freaks erwerben.

Ende 1996 kommen RBF endlich zu ihrem lang ersehnten Plattenvertrag. Gemeinsam mit den befreundeten Skatalites aus Jamaika und 2-Tone, einer Oi-Truppe, releasen sie die "Turn The Radio Off"-CD auf dem Label Mojo Records. Das folgende Jahr touren die Jungs, und das neue Album gewinnt zunehmend an Bekanntheitsgrad. Die Single "Sell Out" spielen die Radiosender sogar hoch und runter. Auch MTV findet Gefallen am Clip. Im Sommer steigt "Sell Out" in die Top 100 ein.

Damit der Erfolg auch zukünftig nicht ausbleibt, bringt man schnell die EP "Keep Your Receipt" mit den alten Songs "I'm Cool" und "Why Do All Girls Think They're Fat?" in die Plattenläden. Dass sich das auszahlt, liegt nicht zuletzt am beigefügten Filmmaterial. 1998 krönt die Zeitschrift Bam "Why Do They Rock So Hard?" als das beste Ska-Album. Auf ihrer folgenden Tour spielen sie im Vorprogramm namhafter Kult-Acts wie Kiss, The Cure, Blues Brothers und Coolio.

Zwei Jahre später veröffentlicht man das im Jahr 1995 einzig auf Konzerten verkaufte Debüt "Everything Sucks". Mit der 2002 von Jive Records releasten Scheibe "Cheer Up" nähern sich die Jungs dem Ziel, eines Tages reiche und berühmte Rock-Stars zu sein, noch ein Stückchen mehr an.

In den nächsten vier Jahren kommt es zu einigen Änderungen in der Bandbesetzung. So verkündet Carlos de la Graza nach einem Konzert in Anaheim 2003 seinen Ausstieg. Ein Jahr danach fliegt Tyler Jones wegen seiner Alkohol Exzesse raus und wird von John Christianson ersetzt.

2005 erscheint das Album "We're Not Happy 'Til You're Not Happy", bei dem Justin Ferreira an den Drums sitzt. Doch noch vor dem Release wird er gefeuert und durch Ryland Steen ersetzt.
Im selben Jahr kommt auch die Live-DVD "Reel Big Fish – Live At The House Of Blues", die eben jenes Anaheim-Konzert zeigt, in Deutschland auf den Markt.

Nachdem es laut Band schon länger Differenzen mit dem Label gab, trennen sich Jive Records 2006 von Reel Big Fish. Was diese aber nicht allzu sehr stört, denn sie gründen einfach kurzerhand ihre eigene Plattenfirma Rock Ride. Als erster Release kommt noch im selben Jahr das Live-Album "Our Live Album Is Better Than Your Live Album" heraus.

Viel mehr als über die Trennung ärgern sie sich über die "Greatest Hits"-Platte, die ihr ehemaliges Label Mojo Records veröffentlicht. Über ihren MySpace-Blog fordern sie ihre Fans auf, die CD nicht zu kaufen. Im Juni 2007, einen Monat vor Erscheinen des neuen Longplayers "Monkeys For Nothin' And The Chimps For Free" steigt auch Matt Wong aus, weil er sich mehr seiner Familie widmen will. Derek Gibbs übernimmt daraufhin den Bass.

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