Porträt

laut.de-Biographie

Pigna People

Sucht man nach Gemeinsamkeiten zwischen Rom und Detroit, so gestaltet sich die Suche zunächst schwierig. Vergangener Glanz der Antike einerseits, vergangener Glanz der Automobilindustrie andererseits sind Szenarien, die beide Städte prägen. Einen positiveren Ansatzpunkt findet man, beim Blick auf die Clubszene beider Städte. Detroit gilt gemeinhin als die Geburtsstätte von Techno.

In den Tracks der römischen Produzenten Marco Passarani, Francesco de Bellis und Mario Pierro alias Pigna People sind die Referenzen an Techno-City unüberhörbar. Geprägt von frühen Detroit-Produktionen wie Derrick Mays "Nude Photo" oder Juan Atkins' Veröffentlichungen auf Metroplex, beginnen die drei zu Beginn der 90er eigene Tracks zu produzieren. Passarani bringt gleich sein erstes Release bei Generator unter, einem Label aus Detroit. Das ist Ende 1993.

Daneben legt Passarani viel im Radio auf und ist auf den Raves der italienischen Hauptstadt ein gefragter Discjockey. In der gleichen Szene sind auch Francesco de Bellis und Mario Pierro unterwegs, die zusammen auch als Jolly Music und Mat101 im Studio und an den Plattenspielern wiederzufinden sind. Mit eigenen Produktionen treten sie jedoch erst gegen Ende der 90er in Erscheinung. Auf Solopfaden kommt bei de Bellis hier die Liebe zu House stärker zum Tragen, während Pierro als Raiders Of The Lost ARP sich um die Fixpunkte Detroit und Electro bewegt.

Zu dritt betreiben die Römer die Labels Pigna und Finalfrontier, die sich international großer Beliebtheit in der Szene erfreuen. DJ Hell, I-F, Miss Kittin oder Ivan Smagghe spielen ihre Produktionen gerne. Und auch in Detroit selbst zeigt man sich von der Qualität der römischen Tracks angetan. Konsequenterweise remixen Underground Resistance und Los Hermanos 2006 jeweils einen Track von Pierros Projekt Raiders Of The Lost ARP.

2005 blickt das Trio mit dem Pigna People Album "Let 'em Talk" jedoch erst einmal auf die Produktionen der letzten Jahre zurück. Im gleichen Jahr legt Passarani mit "Sullen Look" auch einen Longplayer auf dem britischen Label Peacefrog vor, wo im Jahr zuvor bereits die Maxi "I House U" erschienen ist. Das Acid-House-Stück gehört in jenem Jahr in jeden gut sortierte Plattenkoffer.

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