Porträt

laut.de-Biographie

Petgroove

Hinter diesem Pseudonym treibt der Musiker und Produzent Michael Fetscher sein Unwesen. Als gelernter Geiger und Bassist verfolgt er gerne vielseitige Interessen. Mit Petgroove schafft er sich eine Plattform, auf der er sich in Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Künstlern in den verschiedensten Projekten ausdrücken kann. Die Vertonung von Dokumentarfilmen ("Isabel" 1998 und "Facing Origin" 2001) gehört ebenso dazu, wie seine zahlreichen Studio- und Bandprojekte. In seiner Arbeit als Musiker und Produzent ist er beeinflusst von Jan Fride, Mitbegründer und Drummer von Kraan: "Jan ist im Studio immer präsent. Die Bekanntschaft zu und die künstlerische Auseinandersetzung mit ihm haben mich in meiner Arbeit stark geprägt".

Im Herbst 1998 lernt Michael den Saxophonisten Klaus Knöpfle kennen. Der erkennt im zarten Alter von 13, dass "Jazzrock mit Klarinette/Oboe zu nix führt". Er sattelt deshalb auf das Saxophon um, und hat von nun an sein Instrument gefunden. Nach verschiedenen Bandprojekten und einem Jazz-Studium in St. Gallen (Schweiz) widmet er sich mit seiner Formation "Blue Exercise" dem Modern Jazz, bis Bands wie Frederic Galliano, Nils Petter Molvaer und St. Germain ihm erste gangbare Wege für seine Visionen eines neuen Jazz aufzeigen. "Die Innovationskraft innerhalb des Genres Jazz ist in den letzten Jahren immer stärker zurück gegangen. In grenzüberschreitenden Projekten findet heute wesentlich mehr Bewegung statt". Um seine anfänglichen Berührungsängste mit Computern kümmert sich kurzer Hand Herr Fetscher, und schon nach den ersten gemeinsamen musikalischen Aktivitäten zu Faded Traces (1999) ist "die Zusammenarbeit kein Thema mehr".

Zu ihnen gesellt sich Markus Lang, der als Organist, Tastenbediener und Analog-Freak in Berlin lebt und arbeitet. Als Kern der Petgroove Live Band beginnen sie zu dritt an ihrer Definition von Temporary Electronic Jazz zu basteln. Wie ihre Kollegen im noch jungen und leider oft von Latin-Weichspülern schändlich missbrauchten Nu-Jazz Genre, mischen sie Funk, Soul, Jazz, Disco, House, und Drum’n’Bass zu einem neuen Etwas. Die Stärke von Petgroove liegt dabei im Einsatz ihrer Qualitäten als Live-Musiker mit umfangreicher Improvisationserfahrung. In ihren Klangbildern bleibt genügend Platz für ausgedehnte Melodieführungen und solistische Reisen. Das alles findet in einer stilistisch abwechslungsreichen Umgebung statt.

Für ihr Debutalbum "The Bristol Experience" wird das vorhandene Potential aber noch einmal erheblich erweitert: drei Gastsängerinnen (Helena Fix ist Russin, lebt inzwischen in Freiburg/Breisgau; Alda Fontes ist Portugiesin, aufgewachsen in den USA und nach einem kurzen Aufenthalt in Deutschland nun wieder in den Staaten; Meesha ist Engländerin, lebt und arbeitet in Bristol), ein Streichquartett, ein Jazztrompeter aus St. Petersburg (Igor Chilov) und einige andere werden ins Studio gebeten. "The Britol Experience" erscheint im Herbst 2001.

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