Porträt

laut.de-Biographie

Paatos

"Patos ist der schwedische Begriff für das griechische Wort Pathos. Wir haben nur ein zweites 'a' eingefügt, weil uns der 'Look' gefiel", erklärt Keyboarder Johan Wallén über den Namen seiner Band. Der Grund für die Wahl ist nicht genauer zu erfahren, sie trifft jedoch ins Schwarze: Zwar erfreuen sich die Mitglieder guter Gesundheit, ein leidendes Element ist aber fester Bestandteil ihrer Musik.

Die Mitglieder treffen sich zum ersten Mal 1993, als sie mit ihren jeweiligen Bands Landberk und Ägg gemeinsam ein Konzert bestreiten. 1999 treten Ricard Huxflux (Schlagzeug), Peter Nylander (Gitarre), Stefan Dimle (Bass) und Keyboarder Wallén als Begleitband für die schwedische Folk-Rock-Sängerin Turid auf.

Alle weisen einen breit gefächerten musikalischen Hintergrund vor. Huxflux spielte für Covenant, John Norum sowie zwei Drum'n'Bass-Combos. Als Schlagzeugertechniker war er zudem an den Aufnahmen zu Rammsteins "Mutter" beteiligt. Nylander genoss eine Ausbildung am renommierten Berklee College of Music in Boston und führt nebenbei ein Jazz-Quartett. Bassist Dimle spielte in mehreren Bands und betreibt einen Plattenladen in Stockholm. Wallén war Mitglied der Dub-Formation Pro-Seed.

Nach dem Ende der Zusammenarbeit mit Turid beschließen sie, unter dem Namen Paatos weiter zu machen. Petronella Nettermalm stößt als Sängerin, Cellistin und Ehefrau Huxflux' hinzu. Mit Vorbildern wie Can, Led Zeppelin und Björk ergibt sich ein Stil, der zwischen Rockimprovisationen und Melancholie schwebt, ohne starren Schemata zu folgen.

Während sie 2001 im Studio an ihrem Debüt "Timeloss" basteln, erhalten sie den Auftrag, Frank Murnaus Stummfilm "Nosferatu" zu vertonen. In weniger als zwei Monaten liefern sie eine zweieinhalb-stündige Begleitung ab, die in Schweden auf Medieninteresse stößt. Das Album erscheint daraufhin beim einem Major-Label und kommt auch in Japan in den Vertrieb. Ein Erfolg, der die Mitglieder überrascht. "Dieses Album war musikalisch noch ein Hybrid zwischen Landberk und Ägg, das plötzlich von Universal veröffentlicht wurde", erklärt Bassist Dimle.

Nach einer Babypause und zahlreichen Auftritten nehmen Paatos ihren Zweitling "Kallocain" auf, der im Juni 2004 erscheint. Der Titel stammt von einer Science Fiction-Erzählung der schwedischen Schriftstellerin Karin Boye. Nach eigenen Angaben ist das Album "maßgeschneidert. Wir haben sehr sorgfältig an den Songs gefeilt; sie kommen aus dem Tiefsten unserer Seele".

Bereits im Herbst 2005 ziehen sich Paatos wieder ins Studio zurück und feilen an den Tracks zum nächsten Studio-Album "Silence Of Another Kind", das mit seinen neun Songs erneut eine wunderbar melancholische Tiefe auslotet, die Freunde spährisch klingender Musik begeistert.

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