Porträt

laut.de-Biographie

Ostinato

Christian Mevs Projekte waren schon immer die etwas sperrigen, nicht ganz so glatten und eingängigen Sounds. Seit rund 20 Jahren nun. Im Mai 2001 veröffentlicht er unter Ostinato "Kap Arkona" – düsteres Elektrozeug, aber dancefloorkompatibel. Lange bewegte sich Mevs jedoch auf völlig anderen Gebieten – nur glatt war seine Musik eben noch nie.

An der Gitarre wütetete Mevs einstmals bei den legendären Parolenpunk-Heroen Slime, ehe es beispielsweise bei Rossburger Report ein wenig avantgardistischer zuging. Seit Ende der 80er Jahre findet nun eine intensivere Auseinandersetzung mit elektronischer Musik statt. Unter Sket nahmen sich seine Techno-Experimente noch eine Spur verschrobener aus.

Nach den ersten Veröffentlichungen "Ma2" und "Die Liebe" ist mit "Kap Arkona" nun das erste komplette Album bei Disco Bruit erschienen. Ein elektronischer Crossover aus Breakbeat, zwischen federleicht und superdüster, Techno und House. Bei sechs von 13 Tracks ist die Französin Cecile Felix für Gesang und Text verantwortlich – Kitsch ist jedoch nicht zu befürchten.

Wenn er nicht selbst als Musiker unterwegs ist, ist Christian Mevs zur Abwechslung in Sachen Musik unterwegs. Für das Theaterstück "Shoppen und Ficken" komponierte er die Musik und als Mitbesitzer der Soundgarden Studios geht er auch dem Produzenten-Dasein nach – auch bei Tocotronic hat Mevs seine Finger schon im Spiel gehabt.

Als Remixer war er unter anderem bei den Einstürzenden Neubauten, Tocotronic oder den Sternen aktiv. Doch wie heißt es so schön im Info-Text zu "Kap Arkona" über Christian Mevs: "Seine Biographie in Gänze ausbreiten, hieße Psychologisieren und Biologisieren. Dabei geht es doch um Physik."

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