Außerdem erscheint am Freitag: Macklemore, Godspeed! You Black Emperor, The Horrors, Mastodon, Chelsea Wolfe, Cradle Of Filfth, Tricky etc.

Konstanz (laut) - Fünf Jahre ist es her, seit The Killers ihr letztes Studioalbum "Battle Born" auf den Markt gebracht haben. Nun gibt es für Fans der Formation wieder Futter auf Albumlänge: Und wenn man den Vorab-Singles Glauben schenken mag, könnte es eines der stärksten Releases der Gruppe werden. Von einem etwas abgeschlagenen Liebeslied "Some Kind Of Love" präsentieren die Killers sich hier lebhaft, energetisch und in Topform. "Wonderful Wonderful" könnte ihnen zurück zu ihrer etwas verblassten Relevanz verhelfen.

Weniger Zeit zwischen den einzelnen Releases lässt sich da Eko Fresh: Der veröffentlichte in derselben Zeitspanne immerhin gleich vier Alben, dazu Mixtapes, Bonusinhalte und den ominösen "1000 Bars"-Song, auf dem er es ja selbst aussprach: "Meine große Stärke ist die Produktivität". Nun machte er zuletzt eher mit einer Verletzung in Mallorca als mit den eigentlichen Singles Presse, dennoch freuen sich die Fans des Kölners auf "König von Deutschland", den Nachfolger zu "Eksodus". Ob er dem ambitionierten Titel nun gerecht wird oder ob wir doch nur ein weiteres Eko-Album vor uns haben, wird sich noch zeigen.

"Noch ein Album" scheint auch das Kredo eines ganz anderen Musikers zu sein: Van Morrison, die irische Songwriter-Legende veröffentlicht am Freitag nicht weniger als sein 38. offizielles Studioalbum (zählt man Zusammenarbeiten und Compilations dazu, würde die Zahl noch weiter explodieren). Dass Zeit und Output den Altstar nicht müde gemacht haben, soll nun "Rolling With The Punches" beweisen. Fünfzehn Titel, davon fünf neu geschriebene und zehn Covers befinden sich darauf. Als Vorlagen dienten unter anderem Bo Diddley, Little Walter oder Sam Cooke.

Weitaus weniger produktiv zeigt sich da Black Eyed Peas-Frontfrau Fergie, die elf Jahre gebraucht hat, um einen Nachfolger für "The Dutchess" aufzunehmen. Der trägt den passenden Namen "Double Dutchess", emanzipiert sich aber den Singles nach zu urteilen sichtbar vom unerträglichen Will.i.Am-Sound der späten 2000er. Kollaborationen mit Rick Ross und Nicki Minaj zeugen von einem minimaleren, Rap-lastigeren Sound, der sich aber immer noch auf den Diva-Appeal der Sängerin verlässt.

Diva-Appeal hingegen wäre wohl das letzte, das man Songwriter- und Indie-Ikone Chelsea Wolfe unterstellen würde: Aufgenommen im ikonischen Salem (also in Massachusetts!) und unterstützt von Queens Of The Stone Age-Gitarrist Troy Van Leeuwen dürfte "Hiss Spun" einmal mehr angelehnt an Doom Metal oder psychedelischen Rock funktionieren. Die Lead-Single "16 Psyche" erinnert auf jeden Fall an eine Mischung aus den langsamen, bebenden Metal-Spielarten in Kombination mit PJ Harvey und den Nine Inch Nails. Das Album ist jetzt schon eines Indie-Darlinge des Jahres, gerade wenn man bedenkt, dass Wolfe sowieso schon eine recht passionierte Fanbase mitbringt.

New Entries im Redaktionsradio laut.fm/eins:

Täglich um 10, 13, 16 und 19 Uhr. Diese Woche mit Nick Mulvey, King Krule, Warhaus, Destroy Degenhardt, The Horrors, St. Vincent, etc.

Neuveröffentlichungen am 22. September:

A Blaze Of Feather - A Blaze Of Feather
Adam & Eve - Weihnachtszeit - Schöne Zeit
Marc Almond - Shadows And Reflections
Franco Ambrosetti - Cheers
Antiheld - Keine Legenden
Asp - Bernsteinmeerengel
Willy Astor - The Sound Of Islands-Guitar
John Beasley - Presents Monk'Estra, Vol. 2
Leonard Bernstein - On The Waterfront (Re-Release)
Big Brave - Ardor (Vinyl)
Black Country Communion - BCCIV
Blues Company - Jubilee Edition
Phoebe Bridgers - Strangers In The Alps (Vinyl)
The Bronx - V
Bsmg - Platz An Der Sonne
Stan Bush - Change The World
Tommy Castro - Stompin' Ground
Circa Survive - The Amulet (Vinyl)
China Crisis - Difficult Shapes And Passive Rhythms
The Clientele - Music For The Age Of Miracles
Coldspell - A New World Arise
Cosmic Gate - Chapter One & Two
Counterparts - You're Not You Anymore
Cradle Of Filth - Cryptoriana-The Seductiveness Of Decay
Cristobal And The Sea - Exitoca
Danish String Quartet und Various - Last Leaf
Diablo Blvd - Zero Hour
Martina Edoff - We Will Align
Eko Fresh - König Von Deutschland
Enter Shakiri - The Spark
Fergie - Double Dutchess
Fernando Express - Träume Sind Für Alle Da
Fler & Jalil - Epic (Vinyl)
Nelly Furtado - The Ride
Godspeed You! Black Emperor - Luciferian Towers
Havok - Burn
Havok - Time Is Up
Havok - Unnatural Selection
H.E.a.T - Into The Great Unknown
Hiss Golden Messenger - Hallelujah Anyhow
Chris Hillman - Bidin' My Time
The Horrors - V
Iamx - Unfall
Implore - Subjugate (Vinyl)
Jay-Jay Johanson - Bury The Hatchet
Elton John - Blue Moves (Vinyl)
Kaipa - Children Of The Sounds
Kalim - Thronfolger
The Killers - Wonderful Wonderful
Kölsch - 1989 (Vinyl)
Kuult - Mehr Als Zuvor
Len Price 3 - Kentish Longtails
Lonewolf - Raised On Metal
Los Dos Y Companeros - Mir Woll'n Die Bewegung
Louka - Lametta
Lynch Mob - The Brotherhood
Mad Professor und Jah9 - In The Midst Of The Storm
Macklemore & Ryan Lewis - Gemini
Magnis - Grenzenlos
Mastodon - Cold Dark Place
Christian McBride Big Band - Bringin' It
Shannon McNally - Black Irish
Metz - Strange Peace
Kip Moore - Slowheart
The Movielife - Cities In Search Of A Heart
Muvrini - Luciole
Nasty - Realigion
Newman - Aerial
Night - Raft Of The World
Nits - Angst
Otherwise - Sleeping Lions
Ariel Pink - Dedicated To Bobby Jameson (Vinyl)
Elvis Presley - Mystery Train Sun Studio Recordings (Vinyl)
Prime Circle - If You Don't You Never Will
Josh Ritter - Gathering (Vinyl)
Leon Russel - On A Distant Shore
Satyricon - Deep Calleth Upon Deep
Shout Out Louds - Ease My Mind
Sleeping With Sirens - Gossip
Sløtface - Try Not To Freak Out
Sonata Arctica - Ecliptica (Vinyl)
Sonata Arctica - Winterheart's Guild (Vinyl)
Sons Of Texas - Forged by Fortitude
Spandau Ballet - Through The Barricades (Re-Release)
Ringo Starr - Give More Love (Vinyl)
Steffi - World Of The Waking State
Mike Stern - Trip
Sumney Moses - Aromanticism
Tito und Tarantula - Hungry Sally & Other Killer Lullabies (Re-Release)
Josh Todd - Year Of The Tiger (Vinyl)
The Texas Gentleman - Tx Jelly (Vinyl)
Ton Steine Scherben - In Dub
Tricky - Ununiform
Armin Van Buuren - A State Of Trance Classics Vol. 12
Valparaiso - Broken Homeland
Van Morrison - Roll With The Punches
Agnes Vesterman und Anja Lechner - Hieroglyphen Der Nacht
Rolando Villazon und Ildar Abdrazakov - Duets
The Wedding Present - George Best 30 (Vinyl)
White Lion - Fight To Survive
Brian Wilson - Playback: The Brian Wilson Anthology
Chelsea Wolfe - Hiss Spun
Wolfes In The Throne Room - Thrive Woven

Fotos

Eko Fresh und The Killers

Eko Fresh und The Killers,  | © BMG/Subword (Fotograf: Hans Reuschel) Eko Fresh und The Killers,  | © BMG/Subword (Fotograf: Hans Reuschel) Eko Fresh und The Killers,  | © BMG/Subword (Fotograf: Hans Reuschel) Eko Fresh und The Killers,  | © BMG/Subword (Fotograf: Hans Reuschel) Eko Fresh und The Killers,  | © LAUT AG (Fotograf: Florian Schade) Eko Fresh und The Killers,  | © LAUT AG (Fotograf: Florian Schade) Eko Fresh und The Killers,  | © LAUT AG (Fotograf: Florian Schade) Eko Fresh und The Killers,  | © LAUT AG (Fotograf: Florian Schade) Eko Fresh und The Killers,  | © LAUT AG (Fotograf: Florian Schade) Eko Fresh und The Killers,  | © LAUT AG (Fotograf: Florian Schade) Eko Fresh und The Killers,  | © LAUT AG (Fotograf: Florian Schade) Eko Fresh und The Killers,  | © LAUT AG (Fotograf: Florian Schade) Eko Fresh und The Killers,  | © LAUT AG (Fotograf: Florian Schade) Eko Fresh und The Killers,  | © LAUT AG (Fotograf: Florian Schade)

13 Kommentare mit 38 Antworten

  • Vor einem Monat

    Chelsea Wolfe im Stream:

    http://www.npr.org/2017/09/14/550443281/fi…

    war mir vorher durchaus vom namen bekannt, gehört hatte ich
    aber noch nichts von ihr.
    16 Psyche, Vex, Particle Flux, Offering haben mich so umgehauen wie seinerzeit die Miraculous von Anna von Hausswolff.
    Vier Alben kamen heute an, Hiss Spun ist vorbestellt.

    dieses jahr kamen schon wirklich fantastische sachen raus, das ding hier hat aber berechtigte ansprüche auf die nummer 1.

    Klare 5/5.

    • Vor einem Monat

      Die Dunkelheit ist auf sämtlichen Vorgängern stetige Gefährtin von Fr. Wolfe, der Flirt mit Metal-Anleihen jedoch wohl nicht zuletzt auch aufgrund der Hilfe aus der Szene (Aaron Turner, Kurt Ballou...) nirgends so intensiv und durchgängig (gemessen an den Vorab-Tracks auf YT) wie auf ihrem kommenden Album zu finden, was die Ehrfurcht vor Chelseas Großtaten, wie dem direkten Vorgänger "Abyss" oder dem eher minimalistisch und roh produzierten "Apokalypsis", selbstverständlich nicht schmälern soll.

      Holt mich definitiv ab. Die Nische (Post-)Metal + female vocals scheint seit einigen Jahren quantitativ besser besetzt, qualitativ jedoch ist nach wie vor "Mariner" von Cult of Luna with Julie Christmas für mich das aktuelle Maß der Geschehnisse... Evtl. bis mich am Freitag endlich "Hiss Spun" erreicht?

      Aber so wie ich Chelseas Musik kenne bleibt es wohl bei einem Album in diesem kommenden, sehr explizit doomig und metallisch anmutenden Stil. Ist aber auch ok, ich werde daran sehr lange zehren können.

    • Vor einem Monat

      "Sehr lange" meint wohl bis zum Frühjahr, du Saison-Düsterheimer?

    • Vor einem Monat

      Ich kann das aus affektiven Gründen nicht ganzjährig durchstehen, zumindest nicht fulltime. Saison-Düsterheimer trifft's aber wohl erschreckend viel besser als mir lieb ist ;)

      Trotzdem sind Tracks wie "Dragged Out" oder "After the fall" nicht nur über die "Soundtrack of my life"-Liste zu ganzjährigen musikalischen Begleitern avanciert. PJ Harvey oder Hildur Guðnadóttir höre ich ja auch nicht nur bei Regen oder Nebel...

    • Vor einem Monat

      Passt schon, ich inszeniere mich ja auch nur als trve, um mich darüber hinwegzutrösten, dass sowas bei mir ganzjährig läuft. ;)

  • Vor einem Monat

    Chelsea Wolfe 5/5, klares Album des Jahres.

  • Vor einem Monat

    Chelsea Wolfe gehört 2/5.

    • Vor einem Monat

      "Chelsea Wolf gehört 2/5 meines Herzens" sollte das wohl heißen, auch wenn das so falsch konjugiert wäre.

    • Vor einem Monat

      Pff, als hätte die Meinung eines passionierten Lady Gaga-Konzertbesuchers in dieser Sache auch nur das winzigste Quäntchen Relevanz...

    • Vor einem Monat

      Dieser Kommentar wurde vor einem Monat durch den Autor entfernt.

    • Vor einem Monat

      er hat ja außerdem joanna verrissen. :mad:

    • Vor einem Monat

      Andererseits variiert sie ja nur noch ihren Stil aus Gothic, Doom und Folk. Dass das so langsam einseitig wird, verstehe ich.

    • Vor einem Monat

      Du hast auch echt keine Ohren und bist eine noch größere Lachnummer als SK in seinen schwächsten Momenten.

    • Vor einem Monat

      ...da bleiben m.E. aber nach 5 Alben noch so einige Stile, an denen sie sich abarbeiten kann, bevor sie sich begänne, sich zu wiederholen.

      Die satte Produktion und die explizit bratzenden Gitarren sind bspw. ein Novum für sie, auch diese Postmetal-Passagen mit "Mariner"-Auswüchsen sind für den einen vielleicht nur "deutlicher in einen von ihr bevorzugten Stil eintauchen", für mich gibt's davon (Post-Metal with female vocals, wie oben beschrieben) nach wie vor viel zu wenig brauchbares. Der Kontrast zwischen ihrem und Growlin' Turners Vocals in Tracks wie "Vex"... Sowas brauchst du von Lacuna Coil oder Evanescence niemals erwarten, sowas gibt's (in der Qualität) abseits von der CoL/Christmas-Kollabe auch einfach gar nicht...

      Kurz: Von ihr würde ich mir auch eine Doom-Pop- oder Gothic-Salsa-Platte zulegen.

    • Vor einem Monat

      Joanna war ja auch übel.

    • Vor einem Monat

      @Souli: Nur für den Fall, Subrosa ist nicht an dir vorbeigegangen?

    • Vor einem Monat

      @Dogma: Leider doch!

      Die habt ihr hier in einer Phase gehypet, als trotz vieler unterschiedlicher Versuche gerade wenig bis gar nix neues an mich ging und so habe ich die geskippet... Vor ein paar Monaten hatte ich mich dann etwas frei geschaufelt, dann aber weder Namen noch Thread auf den Schirm (und dadurch SubRosa zwischendurch wohl mit Oathbreaker verwechselt, ständig mit dem Hintergedanken: "DAS können die doch unmöglich gemeint haben, das hört sich stilistisch so anders an als beschrieben" :D ).

      Vielen Dank, wird gecheckt!

    • Vor einem Monat

      Also Frau Wolfe wird über die 3/5 wohl nicht herauskommen, dafür ist ihre Musik einfach zu durchschnittlich und uninspiriert.

    • Vor einem Monat

      Ja, der Hypetrain hat sich hier gründlich verfahren.

    • Vor einem Monat

      1. Genrefremde Würstchenzuzzler mal direkt raus aus diesem Thread, hm? Danke.

      2. Nochmal Dank an Dogma für's Herauskramen von SubRosa.
      Nach einem Durchlauf "No help for the mighty ones": Kinnlade parkt auf Parkett, der viel beschworene Mond kracht in mein Ghetto, Instant-Fanboi-Mode enabled.

    • Vor einem Monat

      Eigentlich sollte ich das jetzt durchziehen, aber besonders aufmerksame Leser dürften sich daran erinnern, dass ich C.W. selbst höre beziehungsweise damals übernommen habe, als ich hier nach Musiktipps fragte. :D

    • Vor einem Monat

      Schon klar. Ebenso, wie 41st m.W. privat nicht nur den Kopfnicker gibt. Dennoch fände ich es für die Show amüsanter, wenn ihr euch mal angewöhnen könntet, nicht ständig nach eigenem Belieben aus der Rolle zu fallen. Ich brauche klare Feindbilder. :D

    • Vor einem Monat

      Das Lob steht högschtwahrschwinlich eher dem Toni zu. Haben sich auch bei mir direkt in die all-time top Ten katapultiert.

      Du hattest vor einiger Zeit einen Aerogramme-Song gepostet, bei dem es mir und meiner Kinnlade ähnlich erging. Allerdings kann ich den auch nicht mehr auftreiben...

    • Vor einem Monat

      Egal, um was es geht: dem Toni steht das Lob definitiv nicht zu.

    • Vor einem Monat

      Er hat Subrosa auf die Karte gepackt und damit durchaus bei einigen Kernusern gepunktet.

    • Vor einem Monat

      Blinde Hühner und so. Zufallstreffer sind kein Verdienst.

    • Vor einem Monat

      @Dogma
      "No really, everything's fine" von der "Sleep & Release", die in voller Länge uneingeschränkt empfehlenswert ist.

      Aereogramme liebe ich für diese dreisten Lyric-Lügen (und z.T. Songtitel), die im krassen Kontrast zum klang der Musik stehen: vgl. auch die Stelle von "Zionist Timing", in der er so aufgesetzt fröhlich "I'm alright without you here" singt und das Instrumental drum herum so schräg und zerfahren klingt, dass larq es ihm einfach nicht abkaufen kann...
      https://m.youtube.com/watch?v=NzbfI4z6Orc

    • Vor einem Monat

      Hihi. Hab euch voll vergackeiert. Meine erste 5/5 seit Kiwanukas "Love & Hate". http://www.laut.de/Chelsea-Wolfe/Alben/His…

    • Vor einem Monat

      Alles andere hätte auch nur deinen Geschmackssinn weiter in Verruf gebracht. Richtige Entscheidung ;)