Porträt

laut.de-Biographie

Nathan Fake

Nathan Fake. Die Vermutung, dass es sich hierbei um einen auf die Spitze getriebenen Künstlernamen handelt, läuft ins Leere. Der Name des Burschen lautet tatsächlich so. Kein Witz und kein Fake. In einem kleinen Ort in der englischen Provinz Norfolk geboren und aufgewachsen, beginnt er als Teenager ernsthaft Musik zu spielen und zu schreiben. Einige Jahre zuvor bekommt er bereits im zarten Alter von acht Jahren ein Keyboard geschenkt und bringt sich selbst das Spielen bei. In Reading (Ort des gleichnamigen Festivals) besucht Nathan Fake das College. Hier versucht er in diversen Rockbands Fuß zu fassen, allerdings findet er keine Bandkonstellation, die ihm als Keyboarder richtig zusagt.

Nathan Fake - Drowning In A Sea Of Love Aktuelles Album
Nathan Fake Drowning In A Sea Of Love
Rocktronica von der Festplatte.

Stattdessen arbeitet er zuhause mit Rechner und Cubase an Tracks, die zunächst unter der Etikette psychedelische Elektronika und Elektro-Rock laufen, später dann in einem Clubsound, verortbar in den weiten Gefilden zwischen Minimal-Techno, Progressive und Electro, ihren Platz finden. In dieser Hinsicht verlässt sich Nathan Fake wohl auch auf seine autodidaktischen Fähigkeiten. Als erste Einflüsse elektronischer Musik bezeichnet er Aphex Twin und Orbital. Daneben bevorzugt er Slam, Mogwais Gitarrensound oder die minimaler klingenden Platten von Labradford und Brian Eno. Andere Vorlieben sind M83, Four Tet oder auch James Holdens. Produktionen, die ohnehin einen großen Einfluss auf ihn haben.

Die Debütsingle "Outhouse" von Nathan Fake erscheint 2003 auf Holdens Label Border Community. Da ist er gerade einmal 20 Jahre alt und hat das College noch nicht abgeschlossen. Interessanterweise hält man den Namen Nathan Fake zunächst für ein Pseudonym von James Holden. Doch spätestens mit den ersten Live-Auftritten, die einhergehen mit dem wachsenden Erfolg seiner Border Community-Releases, insbesondere "The Sky Was Pink", sehen sich die Skeptiker eines Besseren belehrt. Nathan Fake gibt im Übrigen keine DJ-Gigs, da er sich für keinen guten DJ hält, eine solche Karriere allerdings auch nie ernsthaft in Erwägung gezogen hat. Live zu spielen taugt ihm einfach mehr.

Den Uni-Abschluss mittlerweile in der Tasche, absolviert er mit seinem Laptop Auftritte in Amsterdam, Barcelona, Paris sowie Berlin, wenngleich nicht alles immer wie geplant über die Bühne geht. Daneben arbeitet er an weiteren Scheiben, von denen "Dinamo" beim Kölner Label Traum Schallplatten herauskommt und Saw Recordings veröffentlichen seine EP "Watlington Street". Darüber hinaus steht das Nathan Fake-Debütalbum schon in den Startlöchern, dessen Veröffentlichung für das Frühjahr 2006 anberaumt ist.

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