Porträt

laut.de-Biographie

Naglfar

Gitarrist Jens Rydén hat sich in der skandinavischen Metalszene schon als Grafikdesigner einen Namen gemacht, denn viele der Bandschriftzüge sind auf seinem Mist gewachsen.

Zusammen mit Kristoffer Olivius (Bass) ruft er 1992 im schwedischen Umeå eine eigene Band ins Leben, die zunächst noch unter dem Namen Uninterred firmiert. Musikalisch ist dabei tiefschwarzer Black Metal angesagt. Zusammen mit dem Nocturnal Rites-Drummer Ulf Andersson zimmern sie los, wobei Jens neben der Gitarre auch noch das Mikro übernimmt.

Da ihm die Doppelbelastung auf Dauer zu viel wird, suchen sie sich mit Morgan Hansson und Fredrik Degerström zwei Gitarristen. Fredrik fliegt aber '94 schon wieder aus der Band und seine Platz nimmt Andreas Nilsson ein. Zu dieser Zeit ändern sie ihren Namen auch in Naglfar und versuchen sich an ihrem ersten Demotape. Da Ulf die Drums aber nicht anständig auf die Reihe bekommt und auch das Interesse an der Band verliert, kaufen sich die anderen vier einfach einen Drumcomputer und holzen ihr Demo zu viert ein.

Wrong Again Records zeigen sich schnell interessiert und nehmen Naglfar unter Vertrag. Mattias Holmgren hat inzwischen den Drumcomputer ersetzt, im legendären Abyss Studio von Peter und Tommy Tägtgren nehmen die Schweden ihr Debüt "Vittra" auf. Das Album schlägt ein wie eine Bombe, Vergleiche mit Dissection, At The Gates oder Slayer zu ihren Glanzzeiten, sind die Regel. Die Rohheit und Aggressivität ist schon beinahe atemberaubend. Trotz der überschwänglichen Reaktionen verlässt Mattias die Band kurz nach der Veröffentlichung, woraufhin sich die anderen erst mal wieder auf die Suche nach einem Ersatz machen müssen.

Während sie noch auf er Suche sind, bittet sie das japanische Toy Factory Label, einen Song für einen Iron Maiden-Sampler beizusteuern, woraufhin sie "The Evil That Men Do" einzimmern. In Person von Mattias Grahn findet sich endlich der neue Drummer, und Naglfar beginnen mit den Aufnahmen zu "Diabolical". Da aggressive Black/Death Metal-Bands in Skandinavien inzwischen wie die Pilze aus dem Boden schießen, können sie mit dieser Veröffentlichung nicht ganz an das Debüt anknüpfen. Immerhin schaffen sie es endlich mal auf eine Tour im Gefolge von Deicide, Six Feet Under und Amon Amarth durch Europa.

Neben ein paar Einzelgigs und einigen Samplerbeiträgen geschieht aber zunächst nicht allzu viel mit der Band, und man weiß nicht so recht, ob sie sich nun aufgelöst hat, oder nicht. Schließlich vermelden die Jungs ihren neuen Deal mit New Hawen/Century Media Records, doch selbst die "Ex Inferis" EP 2002 ist nur ein halbgare Sache, weil von den fünf Songs gerade mal zwei wirklich neu sind.

"Sheol" erscheint Ende März 2003 und knüpft musikalisch und vor allem härtetechnisch beinahe an das Debüt an. Neben drei Japan Gigs mit Nile und Skinless spielen sie in diesem Jahr noch auf diversen Open Air Festivals. Mitte 2004 schlagen sie auch auf dem Rock Hard Festival 2004 auf, überzeugen aber bei strahlendem Sonnenschein irgendwie nicht so ganz.

Dass ausgerechnet Jens Rydén die Band verlassen würde, hätte gewiss niemand gerechnet. Dennoch zieht der Sänger Ende 2004 nach Stockholm, um dort Grafikdesign zu studieren, und kehrt der Band somit schweren Herzens den Rücken. Nach Ersatz suchen Naglfar nicht lange, Kristoffer übernimmt den Job, mit inzwischen rasierter Murmel, einfach zusätzlich. Als Quartett geht es ins Studio, um "Pariah" einzuholzen, für das sie einen weltweiten Deal mit Century Media einheimsen. Noch bevor das Album Mitte Juni in den Läden steht, sind die Schweden mit den Kollegen von Finntroll durch diverse Clubs unterwegs.

Während Naglfar im Oktober 2006 wieder im Studio stehen, rückt Jens Rydén als Profundi mit seinem Solodebüt rüber. Bis das neue Werk "Harvest" erscheint, dauert es allerdings noch bis Ende Februar 2007. Die Zeit bis dahin vertreiben sie sich in Japan auf der 'Extreme Dojo'-Tour im Jänner mit Celtic Frost und Satyricon.

Anschließend nehmen sich Naglfar erst einmal eine längere Auszeit und einmal mehr kocht die Gerüchteküche über das Ende der Band. Davon kann aber keine Rede sein, auch wenn sich der Kern mittlerweile auf Krisoffer und die beiden Gitarristen Andreas und Marcus konzentriert. Als sie sich Ende März 2012 endlich mit "Téras" zurück melden, haben sie die Drums von Soilwork-Drummer Dirk Verbeuren einholzen lassen, der allerdings live nicht mit dabei sein wird.

Alben

Naglfar - Harvest: Album-Cover
  • Leserwertung: Punkt
  • Redaktionswertung: 4 Punkte

2007 Harvest

Kritik von Michaela Putz

Aschehäufchen folgt auf Aschehäufchen. (0 Kommentare)

Naglfar - Pariah: Album-Cover
  • Leserwertung: Punkt
  • Redaktionswertung: 3 Punkte

2005 Pariah

Kritik von Michael Edele

Mit einem Intro, das jeder Opferszene zur Ehre gereicht. (0 Kommentare)

Naglfar - Sheol: Album-Cover
  • Leserwertung: Punkt
  • Redaktionswertung: 4 Punkte

2003 Sheol

Kritik von Michael Edele

Bei solchen Höllen-Riffs muss sogar der Deibel den Tanzhuf schwingen. (0 Kommentare)

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Fotogalerien

Rock Hard Festival 2004 Bei Sonnenschein können die Düsterheimer von Naglfar nicht so ganz überzeugen.

Bei Sonnenschein können die Düsterheimer von Naglfar nicht so ganz überzeugen., Rock Hard Festival 2004 | © LAUT AG (Fotograf: Andreas Fischer) Bei Sonnenschein können die Düsterheimer von Naglfar nicht so ganz überzeugen., Rock Hard Festival 2004 | © LAUT AG (Fotograf: Andreas Fischer) Bei Sonnenschein können die Düsterheimer von Naglfar nicht so ganz überzeugen., Rock Hard Festival 2004 | © LAUT AG (Fotograf: Andreas Fischer) Bei Sonnenschein können die Düsterheimer von Naglfar nicht so ganz überzeugen., Rock Hard Festival 2004 | © LAUT AG (Fotograf: Andreas Fischer) Bei Sonnenschein können die Düsterheimer von Naglfar nicht so ganz überzeugen., Rock Hard Festival 2004 | © LAUT AG (Fotograf: Michael Edele) Bei Sonnenschein können die Düsterheimer von Naglfar nicht so ganz überzeugen., Rock Hard Festival 2004 | © LAUT AG (Fotograf: Michael Edele) Bei Sonnenschein können die Düsterheimer von Naglfar nicht so ganz überzeugen., Rock Hard Festival 2004 | © LAUT AG (Fotograf: Michael Edele) Bei Sonnenschein können die Düsterheimer von Naglfar nicht so ganz überzeugen., Rock Hard Festival 2004 | © LAUT AG (Fotograf: Michael Edele)

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