Porträt

laut.de-Biographie

Murder By Death

"Who Will Survive, And What Will Be Left Of Them?" Diese Frage findet sich als Leitmotiv auf allen Veröffentlichungen von Murder By Death.

Das ebenso betitelte Werk aus dem Jahr 2003 erzählt vom Überleben in einer kleinen Westernstadt, deren Einwohner diabolischen Angriffen ausgesetzt sind. Im gleichen Maße wie der Teufel diese Menschen heimsucht, beginnen diese, ihre eigene Existenz zu hinterfragen.

Mit horrorartigen Szenarien und einer wilden Mixtur aus Instrumentals, Gothic, Post-Punk und Alternative Country, gepaart mit Italo Western-Arrangements, Walzer-Rhythmen und Gospel-Anleihen setzt sich das amerikanische Quartett aus Bloomington in Indiana auf seine Art mit den Mythen Amerikas und der Unberechenbarkeit menschlichen Handelns auseinander.

Musikalisch wie inhaltlich schließt sich "Who Will Survive, And What Will Be Left Of Them" an das Longplayer-Debüt "Like The Exorcist, But More Breakdancing" (2002) an. Die Texte, in diesem musikalische Ambiente resultieren aus persönlichen Inspirationsquellen, bemerkt Frontmann Adam Turla (Gitarre, Gesang).

"Unsere wesentlichen Einflüsse sind Literatur und Film. Ich ziehe es vor, mich nicht damit abzuplagen, unseren Sound zu beschreiben. Ich sage einfach, dass wir versuchen, mit unserer Musik Geschichten zu erzählen. Meine Inspirationsquellen sind zweifellos Bücher von Steinbeck, Hemingway, Gabriel Garcia Marquez und Annie Proulx. Und Filme wie 'Die Abenteuer des Baron Münchhausen' und 'Time Bandits' von Terry Gilliam sind Heiligtümer für mich."

Entdeckt wird die Band bei einem gemeinsamen Konzert mit der Kombo Thursday, deren Sänger Geoff Rickly sie schließlich mit dem Label Eyeball Records zusammenbringt.

Damals nennt sich der Vierer noch Little Joe Gould, entschließt sich aber nach der Veröffentlichung einer EP ("Little Joe Gould", 2001) zu einer Namensänderung, die dem Sound besser entsprechen sollte. Die Wahl fällt auf Murder By Death, nach dem gleichnamigem Mystery-Film von Robert Moore aus dem Jahr 1976.

Die Gründungsformation setzt sich neben dem Sänger und Gitarristen Adam Turla aus dem Schlagzeuger Alex Schrodt, dem Keyboarder Vincent Edwards, dem Bassisten Matt Armstrong und der Cellistin Sarah Balliet zusammen. 2004 verlässt Edwards die Band, dessen Part anschließend kurzzeitig von Brandon Copper übernommen wird.

Dantes "Göttliche Komödie" führt Turla als konkreten Einfluss für seine Kurzgeschichten auf dem Album "In Bocca Al Lupa" (2006) an, das auf dem bandeigenen Label Tent Show Records erscheint.

Das vierte, von Trina Shoemaker (Queens Of The Stone Age, Emmylou Harris, Iggy Pop) produzierte Werk der Band trägt den Titel "Red Of Tooth And Claw" (Vagrant Records) und steht 2008 in den Läden.

Während der Drummer Dagan Thogerson Alex Schrodt ersetzt, bleibt sich die Band inhaltlich treu: Lust, Liebe, Verrat und die Hinterfragung von Moral sind die großen Themen, von Turla umschrieben als "Homerische Odysse der Rachsucht - nur ohne einen ehrenwerten Charakter als Protagonisten".

Mit ihrem Vokalisten, dessen Klangfarbe zwischen der von Johnny Cash und Nick Cave pendelt, finden Murder By Death den angemessenen Ton für ihre musikalische Darstellung der menschlichen Abgründe.

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