Porträt

laut.de-Biographie

Mucky Pup

Man tritt Jimmy Pop sicher nicht zu nahe, wenn man behauptet, dass seine Bloodhound Gang ohne die glorreichen Verdienste der Comedy-Metaller Mucky Pup aus New Jersey kaum möglich gewesen wäre.

Die Gruppe gründet sich 1985 und baut von Beginn an auf einen damals noch undefinierbaren Crossover-Mix aus Hardcore, Metal und Hip Hop. Mit dabei sind Dan Nastasi (g), John Milnes (dr), dessen Bruder Chris (voc) und Scott LePage (b), die in den ersten zwei Jahren auf Partys, Bandcontests und im Notfall auch in der nächsten Telfonzelle rocken und sich mit ihren beiden Demos einen exzellenten Ruf erspielen.

Torrid Records riechen den Braten und bringen 1987 das Debüt "Can't You Take A Joke?" raus. Roadrunner veröffentlicht die Scheibe in Europa, wo die Band aus dem Stand gut ankommt. In den Staaten fassen sie jedoch nicht so richtig Fuß, was sich im Laufe der Bandgeschichte auch nicht entscheidend ändert. Dafür klappt es in Europa umso besser, wo sie mit Accu§er unterwegs sind. Doch schon nach dem Debüt packt Scott seine sieben Sachen und kehrt zurück zu seiner alten Band Hades, bei der er eigentlich Leadgitarrist war.

Seinen Platz am Bass nimmt Dave Neabore ein, der jedoch auch nur auf dem zweiten Album "A Boy In A Man's World" zu hören ist. Dave steigt bei Mucky Pup wieder aus, um mit Dan, John und Sänger John Connor Dog Eat Dog zu gründen. Da Dan auf der zweiten Scheibe zwar zu hören ist, aber nicht mit auf Tournee geht, springt Sean Kilkenny live in die Bresche. Sein Aufenthalt bei Mucky Pup ist jedoch ebenfalls recht kurz, dafür spielt er fortan die zweite Gitarre bei Dog Eat Dog.

"Now" setzt das Bild musikalisch fort und auch was die Besetzung angeht, folgen weiter fröhliche Wechsel. Dan schreibt Songs und spielt das Album ein, geht jedoch nicht mit auf Tour. Dort klampft zuerst ein Kerl namens Splatter durch die Gegend, anschließend darf Terry die Sechssaitige schrubben. Den Bass übernimmt derweil Marc DeBacker, der seine Finger später ebenfalls bei Dog Eat Dog im Spiel hat.

Mit "Act Of Faith" beweist die Band 1992, dass sie vor nichts zurück schreckt und legt neben den altbekannten Hip Hop Einflüssen auch eine astreine Industrial- und ne Reggae Nummer vor. Mit Kevin Powers ist erstmals auch ein Keyboarder auf dem Album vertreten, der in Wahrheit aber schon lange zum unmittelbaren Bandumfeld zählt und auf dem folgenden "Lemonade"-Album sogar die Drums einspielt, weil Drummer John an die Gitarre wechselt.

Zwar noch nicht bei den Aufnahmen, jedoch bei den anschließenden Live-Aktivitäten ist Eric Van Steenberg als zweiter Klampfer mit von der Partie. Auch der ehemalige Ludichrist/Scatterbrain-Gitarrist Glen Cummings gibt ein kurzes Gastspiel. Auf dem letzten Album "Five Guys In A Really Hot Garage" von 1996, mit dem sich Mucky Pup aus der Szene verabschieden, sitzt John wieder hinter den Drums, Chris gibt seine humorvollen Vocals zum Besten, Billy Bergmann zupft den Bass und an der Gitarre steht ein Kerl namens Jack Pitzer, genannt Hinge.

Das Album ist wieder mal besser, als das meiste, was die Konkurrenz zu bieten hat, aber Sachen wie Soul, Funk oder Country hat Bandkopf und Hauptsongwriter Chris Mines aus der Band verbannt. Dem Album folgen noch einige Touren (u.a. mit Dog Eat Dog), aber danach ist leider Schluss.

Pünktlich zum zwanzigjährigen Albumjubiläum von "A Boy In A Man's World" vermelden Mucky Pup 2009 ihre Live-Rückkehr in Starbesetzung: die Milnes-Brüder sind dabei, genau so wie Nastasi, DeBacker, Powers und Pitzer. Im Sommer führen sie in Europa nochmal ihre irren Shows vor und legen das erwähnte Album in einer Doppel-Neuauflage mit dem Klassiker "Now" plus neuem Cover-Artwork auf den Merchandise-Tisch.

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