Porträt

laut.de-Biographie

Middle Class Rut

The White Stripes, The Black Keys oder die Blood Red Shoes: Seit Beginn des neuen Jahrtausends stehen rockende Zweiergespanne hoch im Kurs. Middle Class Rut aus Sacramento gehören sicherlich zu den lautesten Vertretern der Duo-Branche.

Zack Lopez und Sean Stockham kennen sich schon von Kindesbeinen an: "Wir haben uns auf dem Land in Kalifornien kennengelernt, wo wir auf einer Farm gearbeitet haben. Meine Eltern haben das Haus nebenan gemietet, durch die Farm sind wir zusammen aufgewachsen", sagt Zack.

Sean kommt eher durch Zufall zur Musik, als er in der High Scholl der Spielkunst eines versierten Jazz-Drummers verfällt. Sean hingegen nimmt schon früh Klavierunterricht. Als er eine E-Gitarre geschenkt bekommt, wandert das Piano jedoch in den Keller. Fortan hocken die beiden in ihren Zimmern und orientieren sich an angesagte MTV-Clips aus den Neunzigern.

Zusammen gründen sie die Band Leisure: "Das war eine sehr verrückte Zeit. Wir wurden förmlich überrannt. Plötzlich hatten wir einen Deal mit Dreamworks in der Tasche und zogen von Sacramento nach Los Angeles. Irgendwie ging alles viel zu schnell", erinnert sich Drummer Sean.

Der Ausflug ins Big Business ist nur von kurzer Dauer. Die Band und das Label kommen nicht auf einen Nenner. Die Folge: Die Band trennt sich und die beiden Masterminds legen erst einmal eine zweijährige Schaffenspause ein: "Plötzlich arbeiteten wir wieder in normalen Jobs. Das war schon ziemlich heftig. Irgendwann beschlossen wir wieder, Musik zusammen zu machen – allerdings alleine, ohne irgendeinen personellen Background", sagt Zach.

Sie nennen sich Middle Class Rut und nehmen die Dinge von nun an selbst in die Hand. Noch bevor sich ein Label bei ihnen meldet, gehen Zack und Sean auf Tour. Nebenher nehmen sie massenhaft Songs auf. Einige davon ("New Low", "Busy Bein' Born") landen über Umwege auf den Tischen diverser US-Radiostationen. Die Resonanz ist durchweg positiv. Die Mischung aus Grunge, Post-Punk und Alternative kommt gut an. Es wird weiteres Material angefordert. Das Duo macht sich an die Arbeit und veröffentlicht zwischen 2008 und 2009 insgesamt fünf(!) EPs.

Mittlerweile hat sich auch ein Label eingeklinkt, das die Verantwortlichen Anfang 2010 ins Studio schickt, um die Aufnahmen für das Debütalbum anzugehen. Das Ergebnis heißt "No Name No Color". Das Teil macht sich bereits kurz nach dem Erscheinen im Oktober 2010 in den US-Billboard-Heatseeker-Charts breit. Von nun an geht es für die Band raus in die weite Welt. Es folgen Support-Shows und Touren mit hochkarätigen Acts wie Social Distortion, Linkin Park, Papa Roach, Seether, Weezer und Alice In Chains, ehe sich Zack und Sean, sowie Aushilfsbassist Nate Perry Ende 2012 ein zweites Mal im Studio verkriechen, um den Nachfolger aufzunehmen.

"Pick Up Your Head" erscheint im Juni 2013. Die Beteiligten atmen tief durch: "Es war ein hartes Stück Arbeit. Aber wir sind mehr als zufrieden mit dem Resultat. Ich kann jetzt zu McDonalds gehen ohne angepöbelt zu werden. Ich bin nicht reich, ich habe keine Platin-Schallplatten an der Wand hängen. Es ist in den Läden und überall auf der Welt erhältlich. Es liegt jetzt an jedem Einzelnen da draußen, ob er uns und unserer Musik folgen will, oder nicht."

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