Porträt

laut.de-Biographie

Megashira

Megashira bedeutet weder Sushiportion im Human Eating Machine Format noch Manga Comic Superheroine mit Wundertüten im BH. Nope. Megashira ist lediglich Handmade Drum'n'Bass aus deutschen Landen mit kräftigen Jazzwurzeln und internationalem Renommée. Dahinter stecken DJ Kabuki und Mainframe als die treibenden Kräfte. Jene gehören auch Makai an, einem weiteren deutschen und in Japan recht populären D'n'B Act. Außerdem betreiben beide in Hanau das Label "Precision Breakbeat Research".

In Kabukis Reisepass steht eigentlich Jan Hennig. Die meiste Zeit des Jahres verbringt der Martial Arts Fan in Japan, wo er für Sony Playstation Games sogenannte Scores, eine Art Soundtrack zum Spiel, entwirft und zudem als DJ Resident in einem Club in Tokio arbeitet. Nebenher wirkt er noch als A&R bei Precision. Als Ausbildung genoss Kabuki ein Studium an Klassischer Gitarre an Dr. Hochs Konservatorium in Frankfurt sowie Komposition am Wiener American Institute of Music. Anfang der neunziger Jahre kommt Kabuki in London mit Jungle in Berührung. Eine folgenreiche Begegnung wie sich herausstellen wird.

Mainframe alias Frank Marheineke erhält von seinem Vater, der eine enorme Plattensammlung vorweisen konnte, bereits im Alter von 11 einen Synthesizer. Kraftwerk sei Dank. Sein Interesse gilt besonders der Musikproduktion - Sounddesign, Programmierung, Mastering und was sonst noch dazu gehört. Irgendwann lernt Mainframe dann Kabuki und Stefan Straßburg kennen, die zuvor als Jazz-Gitarren Duo auftraten. Die drei beschließen, zusammen als Megashira Musik zu machen. 1997 erscheint dann "Zero Hour", Deutschlands erstes Artist Drum'n'Bass Album. Megashira bekommen auch im Ausland nicht wenig Aufmerksamkeit geschenkt, selbst in England stößt ihr musikalischer Output auf offene Ohren. Nico Sykes vom Londoner No U-Turn Label ist ernsthaft an einer Zusammenarbeit interessiert und es folgen einige Kollaborationen, bei denen auch Außenstehende wie Lars Vegas involviert sind. Straßburg ist irgendwann nicht mehr von der Partie.

Megashira gehen mit Live-Band auf Tour, auf der sie 1997 u.a. mit Kraftwerk auf dem Tribal Gathering Festival in England auftreten. Allerdings sind Kabuki und Mainframe nicht so ganz glücklich mit der Liveumsetzung des Studiomaterials. Man legt eine Pause ein in Sachen Megashira. Mit Makai werden die Longplayer "Millenium" und "Stealth" produziert, Kabuki veröffentlicht mit Roey Marquis II das Album "MK II". Zwischendurch erledigen Megashira Remixarbeiten für Sabrina Setlur, Panacea, Rockers Hi-Fi und Söhne Mannheims. Ideen und Vorstellungen für das nächste Megashira Album werden jedoch gesammelt und Anfang 2000 beginnen die Arbeiten zum Longplayer "At Last". Dazu laden sich Megashira verschiedene freie Musiker ein. Darunter Mark de Clive-Lowe, Nick Gaffaney oder Bill Ware. In einem Studio spielen die Musiker getrennt ihre Instrumente ein, die Bänder werden in Hanau auseinandergenommen und zu einer neuen Einheit gepfriemelt: Entspannter wie jazzy Drum'n'Bass für zuhause und den Club.

Alben

Megashira - At Last: Album-Cover
  • Leserwertung: Punkt
  • Redaktionswertung: 3 Punkte

2001 At Last

Kritik von Gregory Britsch

Eine perlende Erfrischung nicht nur für lümmelnde Couchpotatoes. (0 Kommentare)

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