Porträt

laut.de-Biographie

Mark Foggo's Skasters

Mark Foggo gehört fraglos zu den schillernsten Institutionen der europäischen Ska-Szene. Wer den schmächtigen Mann auf der Straße trifft, vermag sich kaum vorzustellen, dass Foggo im Rampenlicht zu einer Entertainer-Furie ersten Ranges mutiert. In über fünfundzwanzig Jahren Showgeschäft hat der Wahl-Holländer mehrere Ska-Revivals kommen und gehen sehen, ohne sich davon großartig beeindrucken zu lassen.

Mark Foggo's Skasters - You Shot Me Aktuelles Album
Mark Foggo's Skasters You Shot Me
Der Bewegungsnotoriker des Ska beginnt zu schwächeln.

1950 im englischen Liverpool geboren, spielt er bereits mit 14 Jahren in ersten Bands, siedelt aber bald nach Südlondon um, wo er sich die Gitarre umschnallt. Rhythm'n'Blues und Punk sind die Musikrichtungen, die ihn reizen. Nach einer nicht näher überlieferten Bekanntschaft mit dem englischen Gesetz, beschließt Mark, ins holländische Eindhoven umzusiedeln, wo er schnell seine erste richtige Band findet. Unter dem Namen Mark Foggo's Secret Meeting mixt die Truppe Punk- mit Ska-Nummern und nimmt die Debütsingle "New Shoes" auf. Foggo gründet hierfür mit Top Hole sein eigenes Label.

Wohl im Zuge der erfolgreichen Two Tone-Bewegung um Madness und die Specials zeigt sich das Polydor-Label interessiert und veröffentlicht 1980 das Debütalbum "Speeding My Life Away", das zumindest in Holland für Aufsehen sorgt. Die Band zerbricht jedoch wieder und Mark arbeitet eine Weile solo weiter, während er sich nach und nach intensiv mit der Geschichte der Ska-Musik befasst. Nach einer Entwicklungsphase über die Alben "State Of Mind" (1984) und "Weapons & Guitars" (1985), auf die Foggo heute nicht mehr so gerne angesprochen wird, findet der große The Beat-Fan 1987 seine Mitstreiter, aus der schließlich Mark Foggo's Skasters entstehen.

Gleich das erste gemeinsame Album "Ska Pig" wirbelt die Ska-Szene 1989 gehörig auf und zählt bis heute zu einem Meilenstein des Genres. Bereits im Jahr zuvor tritt er beim Londoner International Ska Festival neben Szene-Größen wie Laurel Aitken und Prince Buster auf. In Deutschland, wo bald darauf mit Gruppen wie Blechreiz, No Sports, den Busters und den Butlers ein großes Ska Revival einsetzt, rekrutiert Foggo mit seinen Skasters bald eine große Fangemeinde.

Es folgt 1990 mit "Captain Skarlet" ein empfehlenswertes Livealbum und zwei Jahre darauf wieder ein neues Studiowerk ("Couldn't Play Ska"). 1995 wagt sich der Holländer mit "Haircut" an einen elektronischen Ansatz heran. Dieses Experiment trifft bei der eingefleischten Ska-Crowd auf geteilte Begeisterung, tut seinem Ruf als Killer-Performer aber keinen Abbruch. Ende der Neunziger ändert sich das Skasters-Line-Up um den Sänger geringfügig. 2005 gehört der Band neben Foggo Gitarrist Mr. Fish aka Gerben Rienk Visser, Posaunist Aldo Groen, Trompeter Vincent van Lent, Saxophonist Paul Berding, Basser Thijs Gorter und Drummer René Beaart an. Die lange Zeit vergriffenen Alben seiner Frühphase (ab "Ska Pig") sind dank Foggos neuem Label Skanky Lil zumindest auf CD heute wieder erhältlich.

Alben

Mark Foggo's Skasters - You Shot Me: Album-Cover
  • Leserwertung: Punkt
  • Redaktionswertung: 2 Punkte

2005 You Shot Me

Kritik von Michael Schuh

Der Bewegungsnotoriker des Ska beginnt zu schwächeln. (0 Kommentare)

  • Mark Foggo

    Check The Skastreet!

    http://www.markfoggo.com/

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