Porträt

laut.de-Biographie

Lake Of Tears

Wie so viele schwedische Metal Bands haben auch Lake Of Tears ihren Ursprung in einer Death Metal-Combo. Sänger und Gitarrist Daniel Brennare, Gitarrist Jonas Eriksson und Basser Mikael Larsson waren bereits zusammen bei Carnal Eruption aktiv, beschlossen aber, dass ihnen der Sinn eher nach langsameren Sachen steht. Drummer Johan Oudhuis stößt von den befreundeten Forsaken Grief hinzu, und fertig ist das Line-Up. Schon mit ihrem ersten Demo erregen sie die Aufmerksamkeit von Black Mark Records und sacken einen Deal über fünf Alben ein.

Innerhalb von nur zwei Wochen spielen sie in den Sunlight Studios ihr Debüt-Album "Greater Art" ein, an dem Tomas Skoksberg und Mathias Lodmalm (Kopf von Cemetary) als Co-Produzenten mitarbeiten. Die Musik des Debüts erinnert somit auch schwer an eine Mischung aus Cemetary und Tiamat, überzeugt aber dank der guten Songs voll und ganz.

Um nicht Gefahr zu laufen, den in den 90ern mittlerweile typischen Sunlight Sound verpasst zu bekommen, wechseln die Schweden für ihr nächstes Werk das Studio und nehmen im Wavestation Studio in Ljusne auf. "Headstones" übertrifft das Debüt noch, denn die Melodien des Albums bleiben sofort im Ohr hängen und stellen die meisten Veröffentlichungen von Genrekollegen wie Tiamat oder Paradise Lost in den Schatten. Es folgen ein paar kleine Touren durch Teile Europas, in deren Verlauf die Band neben den bereits genannte Bands auch Edge Of Sanity, Savatage, Rage oder The Gathering auf die Bühne begleitet.

Gitarrist Jonas kratzt im Sommer '96 die Kurve, jedoch suchen Lake Of Tears nicht nach einem Ersatz, sondern machen als Trio weiter. So erscheint 1997, unter Hinzunahme einiger Gastmusiker, das dritte Album "A Crimson Cosmos", das trotz nervigen Schlagzeugsounds und teilweise irritierender Drumpatterns noch erfolgreicher als der Vorgänger ist. Entsprechend ausgedehnt fallen die Touren aus. Die erste führt sie zusammen mit Theatre Of Tragedy und Heavenwood durch Schweden, und nach Auftritten in Wacken und auf der Popkomm in Köln gehts im Rahmen der 'Out Of The Dark'-Festivals durch Europa. Im Gepäck haben sie Ulrik Lindblom als zweiten Gitarristen, der nach Abschluss der Touren aber wieder seiner Wege geht.

Da mit Christian Saarinen inzwischen ein Keyboarder zum festen Line-Up zählt, verwundert es vielleicht nicht zu sehr, dass "Forever Autumn" '99 deutlich keyboardlastiger ausfällt und Parallelen zu wabernden Sounds von Pink Floyd aufweist. Mit diesem Album können sie aber die in sie gesteckten Erwartungen nicht erfüllen, und da sich mit Black Mark schon länger Probleme abzeichnen, löst sich die Band schließlich auf. Es bleibt einige Jahre ruhig um die Musiker, doch so langsam regt sich in den Jungs das Bewusstsein, dass musikalisch doch noch nicht alles gesagt ist.

Wie das mit Verträgen aber so ist, sind die Musiker immer noch für ein Album an Black Mark gebunden. Um diesen Vertrag zu erfüllen, spielt Daniel mit Studiounterstützung von Gitarrist Magnus Sahlgren, Keyboarder Ulf Wahlberg und Sängerin Jennie Tabler "The Neonai" mehr oder minder im Alleingang ein, was man dem Album doch anhört. Der Drumcomputer klingt sehr dürftig und auch die Songs scheinen etwas unausgegoren. Schlecht ist das Album dadurch nicht, aber Daniel hat schon deutlich bessere Stücke geschrieben.

Das Label Black Mark wird seinem ausbeuterischen Ruf anschließend wieder voll und ganz gerecht und veröffentlicht ohne Einfluss der Band die beiden Compilations "Greatest Tears Vol. I + II". Eigentlich sollte mit Lake Of Tears dann endgültig Schluss sein, damit sich die einzelnen Mitglieder anderen Projekten zuwenden können.

Nach einer eher spontanen Probe erkennen Daniel, Johan und Mikael, dass da eigentlich noch mehr drin ist. Mit Noise Records finden sie ein anständiges Label und legen Ende August 2004 ihr sechstes Werk "Black Brick Road" vor. Zwar erinnern sie darauf deutlich an die alten Zeiten, schaffen es leider nicht ganz, an die ersten beiden Alben heran zukommen.

Im September 2005 stoßen die Schweden zum deutschen Label Dockyard 1. Im selben Monat kurven sie im Zuge des "34.000 Tons Of Metal" Festivals durchs Baltikum, weitere Gigs folgen in Russland und in Griechenland. Das nächste Jahr steht im Zeichen einer neuen Scheibe, die im April 2007 erscheint. Auf der Limited Edition von "Moons And Mushrooms" pressen sie eine Punk-Version von Status Quos "Is There A Better Way".

Bereits auf diesem Album zeigt sich, dass sie eine härtere und gitarrenorientiertere Ausrichtung einschlagen. Zwar ziehen zwischen "Moons And Mushrooms" und der folgenden Scheibe "Illwill" vier Jahre ins Land, doch die scheinen recht hart für die Schweden gewesen zu sein. "Illwill" klingt Ende April 2011 detulich aggressiver, als alles bisher.

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Lake Of Tears - Illwill: Album-Cover
  • Leserwertung: 4 Punkt
  • Redaktionswertung: 2 Punkte

2011 Illwill

Kritik von Michael Edele

Ein Jammer, wie orientierungslos das klingt. (0 Kommentare)

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