Porträt

laut.de-Biographie

Juliano Rossi

Juliano Rossi aka Oliver Perau erblickt 1970 in Hannover das Licht der Welt. Bereits mit 17 Jahren gründet er die Band Terry Hoax, die sich der Rockmusik verschreibt. Rasch bekommen die Newcomer einen Plattenvertrag und machen sich neben insgesamt sechs Alben-Veröffentlichungen besonders durch ihre unzähligen Live-Konzerte einen Namen. Das vorläufige Ende erfolgt 1996: Terry Hoax lösen sich auf, und Oliver Perau startet seine Karriere als Solokünstler.

Mit der Single "Ausgerechnet Sie" gelingt ihm als Perau ein kleiner Achtungserfolg als Sänger. Ein dazugehöriges Endneunziger-Album mit Soul- und Hip Hop-Einflüssen bringt nicht den erhofften Durchbruch. Doch Oliver bleibt weiterhin am Ball und nutzt jede sich ihm bietende Auftrittsgelegenheit. Dabei fühlt er sich stets in verschiedensten Stilnischen zuhause. Mit der Punkband Gigantor absolviert der Sänger gar eine Tournee in Japan.

Eine besondere Liebe, die den Künstler von jeher begleitet, sind die Songs des American Songbook. Ihn faszinieren die Songs von Größen wie Frank Sinatra, Dean Martin und Burt Bacharach. So erscheint im Jahr 2003 unter dem Künstlernamen Juliano Rossi das erste Album mit Aufnahmen im Swing- und Jazz-Gewand: "If My Friends Could See Me Now". Er erntet damit wohlwollende Kritiken, verbleibt aber als Geheimtipp, woran auch ständige, umjubelte Live-Auftritte nichts ändern. 2005 kommte es zu zwei Reunion-Konzerten mit den alten Terry Hoax-Kollegen.

Ausgezeichnet wird Rossi mit einem Vertrag beim berühmten Jazz-Label Blue Note, die ihn für sein 2009er-Album "Free Runner" unter Vertrag nehmen: Außer einem Burt Bacharach-Cover enthält die CD ausschließlich Eigenkompositionen. Neben weiteren Kooperationen mit Terry Hoax arbeitet der Künstler parallel an seiner Solokarriere.

Zwischen bodenständigem Rock und Rossi-Alter Ego gelingt ihm so ein höchst gelungener Spagat. Seine Auffassung von Swing und Jazz trägt er dabei nicht nur im klassischen Sinn vor: Die Einarbeitung und Verflechtung von Elementen aus Hip Hop, Dance und Elektronik machen den Rossi-Sound zu einem ungewöhnlichen und erfrischenden Hörerlebnis.

Alben

Juliano Rossi - Free Runner: Album-Cover
  • Leserwertung: Punkt
  • Redaktionswertung: 4 Punkte

2009 Free Runner

Kritik von Artur Schulz

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