Porträt

laut.de-Biographie

Jeru the Damaja

Kendrick Jeru Davis, besser bekannt als Jeru tha Damaja, ist der Prototyp des tiefsinnigen,
skillsbehafteten Underground-Emcees. "Meine größte Inspirationsquelle ist mein Leben und meine Spiritualität. Ich habe schon immer gesagt, was mir an den Zuständen der Gesellschaft nicht passt. Deswegen fühle ich mich der wahren Hip Hop-Kultur verpflichtet."(Juice 08-2000)

Der aus Brooklyn stammende Jeru tritt zum ersten Mal '92 auf Gang Starrs "I'm the man" in Erscheinung. Als Teil der Gang Starr-Foundation (u.a. Group Home, Afu-Ra, Big Shug) geht er mit ihnen auf US-Tour. Ende '93 veröffentlicht er die Maxi "Come Clean". Der Beat und die Scratches von DJ Premier mit dem energischen Onyx-Sampler im Hook, sowie Jeru’s mit illem Flow vorgetragene Attacken gegen alle Fake A**-Rapper, sorgen bei den Headz für Begeisterungsstürme. Wenig später schließt er mit Payday Records einen Vertrag ab. Erste Ergebnis ist sein 94er Debut "The Sun rises in the East", das sich 300.000 Mal verkauft. Dank der harten Primo-Beats und tiefen Lyrics steht Jeru 1994 zusammen mit den Debuts von Biggie ("Ready to Die") und dem Wutang Clan ("Enter the Wutang") in der vordersten Reihe des wiedererstarkten Eastcoast-Raps.

Zwar geht sein 96er Album "The Wrath Of The Math" dank schlechter Promotion kommerziell unter, künstlerisch jedoch kann die Platte mit den Beats von Primo und tighten Lyrics von Jeru überzeugen. Mit einem weiteren Gastauftritt bei Gangstarrs "Speak Ya Cloud" von der "Hard To Earn"-Scheibe, dem Project Crooklyn Clan mit OC und Chubb Rock, sowie zwei Beiträgen auf den NJ-Drive und Black Panther-Soundtracks festigt Jeru seinen Status als deeper Hardcore-Emcee, der auch nicht vor Dissattacken gegen den King of New York Notorius B.I.G. zurückhält (zu dessen Lebzeiten). Doch Jeru schaut auch über seinen NY-Tellerrand hinaus, denn er ist der erste große Rapper, der mit einem deutschen Act (Walkin Large) kollaboriert. Danach ist es lange Zeit ruhig um ihn. Sein Bruch mit der Gangstarr-Foundation und die Trennung von PayDay Records kosten ihm viel Zeit und Kraft. Zudem ist er mit dem Aufbau seiner Produktionsfirma Knowsavage beschäftigt.

Erst Anfang 2000 tritt er mit ein paar Maxis zurück ins Rampenlicht. "Es ist einfach besser, sein eigenes Ding konsequent durchzuziehen. Du musst keine Rücksicht nehmen auf andere Leute und ihre Meinungen." So ist sein Mitte des Jahres erscheinendes Comeback-Album "Heroez for Hire" auch durchgehend in Eigenregie entstanden. Auf "Heroez For Hire" droppt Jeru wieder ein paar unglaubliche Lyrics und seine eigenen Beats können sich durchaus hören lassen. Doch wenn man versucht alles selbst in die Hand zu nehmen, muss man Niederlagen einplanen. So geht das Werk auf Grund fehlender Promotion kommerziell so gut wie unter. Trotzdem wird seine Europa-Tour ein voller Erfolg. Jeru präsentiert sich als absoluter Bühnenprofi. Humorvoll und ohne Starallüren rockt der Meister das Haus. In Kiel zum Beispiel sind 500 Leute schier aus dem Häuschen. Die Atmospähre erinnert an glorreiche, vergangene Jamzeiten und läßt einen die heutigen Probleme der Hip Hop-Szene vergessen. Und nur nebenbei, ein Jeru The Damaja nimmt weit weniger Gage als die deutschen Top-Rapacts. Im Herbst des Jahres 2003 veröffentlicht er seine nächste Platte "Diine Design".

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