Porträt

laut.de-Biographie

Jarren Benton

Kein Kinderspiel, sich in der breit aufgestellten Hip Hop-Szene Atlantas durchzusetzen. In der Stadt, die sich vor allem mit Southern-Rap-Künstlern brüstet, fühlte sich der 1982 geborene Jarren Benton lange Zeit ein wenig deplatziert. "Es gab oft Momente, in denen ich das ganze Ding an die Wand schmeißen wollte", gibt er offen zu.

Der Mann aus dem Vorort Decatur entdeckt mit zarten sechs Jahren seine Liebe zum Hip Hop. Spätnachts schneidet er die lokale Radioshow "The Fresh Party" mit und beginnt, an eigenen Rhymes zu feilen. Schon mit zehn gibt er den frühreifen MC und bricht für die Musikkarriere die Highschool ab.

Nichtsdestotrotz findet sein unorthodoxer Rapstil, der Aggression und abseitigen Humor vereint, anfangs nicht die gewünschten Hörermassen ... bis "Skitzo" kommt.

Der Track versammelt 2011 aus dem Nichts mehr als eine Million YouTube-Clicks auf sich. "Ich denke, es hat geholfen, dass es darauf dieses down-fucking-south 808-Element gibt. Gleichzeitig kommen für mich aber die Lyrics immer vor den Beats."

Der Indie My Funk Volume wird auf ihn aufmerksam, woraufhin Benton bald seinen ersten Plattenvertrag in den Händen hält. Mit Unterstützung der Funk Volume-Crew um Hopsin, Dizzy Wright und SwizZz droppt er 2012 das erste Mixtape "Freebasing With Kevin Bacon".

Schon da offenbart der MC seinen kruden Sinn für Humor. Auf dem Cover prangt der Sticker "Official: 100% authentic", während Tracks wie "Jarren Calls Bacon" oder "No Homo Phone Call" klar machen, dass Benton das Rap-Business, seine Klischees und sich selbst gern nicht allzu ernst nimmt.

Beispielhaft für den Witz in seiner Musik steht das Stück "Shut Up Bitch". Während Benton im hektischen, an "Gimme Some More" erinnernden Videoclip die Genre-typischen Sexismen unterbringt und sich der nervenden Lebensabschnittsgefährtin auf endgültige Weise entledigt, löst er im Epilog die Ironie auf, indem er sich explizit wider häusliche Gewalt positioniert.

Mit energetischen Liveauftritten macht sich der Rapper in Atlanta und auf amerikanischen Hip Hop-Festivals einen Namen, wo er unter anderem für Lil Wayne und KRS-One eröffnet. "The essence of giving of a good show", kommentiert er sich selbst, "is not givin' a fuck."

Kollaborationen mit Bubba Sparxxx, R.A. The Rugged Man, Erick Sermon und Kid Daytona folgen im Vorlauf des Debütalbums "My Grandma's Basement". Bentons langfristige Mission: "Ich will den Leuten Quality Down South Music geben. Musik, die dem Süden seit Outkast fehlt."

Als frühe Einflüsse nennt er Eminem, Redman, Ras Kass, aber auch Heavyrock-Acts wie Deftones, Nine Inch Nails und Marilyn Manson.

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