Porträt

laut.de-Biographie

Iconaclass

Zwölf Jahre, sechs Studioalben, unzählige Kollaborationen mit den unterschiedlichsten Kollegen von Faust über Techno Animal bis zu Kid 606 sowie jahrelange weltweite Tourneen mit Dälek - danach muss man einfach mal wieder sein eigenes Ding drehen.

MC Dälek, Namensgeber und Frontmann der Untergrund-Crew aus New Jersey, zieht es durch: Unter dem Namen Iconaclass wandelt er 2011 auf Solo-Pfaden. Cuts und Rückendeckung für seinen Alleingang steuert DJ Motiv bei.

Musikalisch bewegt sich das neue Projekt von Dälek, dem MC, auf wesentlich klassischeren Pfaden als die krachigen Ergüsse von Dälek, der Crew: Als "puren Hip Hop" stufen Kritiker sein Werk "For The Ones" ein. Ja, es dürfen inzwischen sogar Hooklines sein.

Das Gewicht liegt bei Iconaclass aber zweifellos auf den Lyrics. An MC Däleks Wortgewalt hat sich nichts geändert, allerdings versinken seine Texte jetzt nicht mehr in Trommelfell-zerfetzenden Soundwänden. Die Inhalte - politisch, sozialkritisch, persönlich - offenbaren sich weit deutlicher.

Pünktlich zur ersten Europa-Tour erscheint "The Written Word - The Iconaclass Manifesto". Zusammen mit dem Grafiker Thomas Reitmayer verlegt Dälek seine Texte in dessen Verlag Create And Destroy Press - in Buchform.

"Ein Talent wie Dälek kann sich nicht auf Musik allein beschränken", urteilt Prince Paul. "Dieses Buch ist notwendig" - und ausschließlich direkt über den Verlag zu beziehen: " No Amazon, no fancy bullshit. Fuck the middleman!"

Der Schriftsteller, Musiker und ehemalige MTV-Moderator Iann Robinson befindet: "'The Written Word' führt das fort, das Dälek zu der unglaublichen musikalischen Kraft gemacht hat, die er ist. ... Es ist Punk, es ist Hip Hop, es ist radikaler Idealismus, vorgetragen in einem Style, der so einzigartig ist, dass er nur von einem echten Visionär stammen kann." Womit Robinson auch das musikalische Schaffen von Iconaclass prächtig umrissen hätte.

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