Porträt

laut.de-Biographie

Hookworms

"Der Hakenwurm (hookworm) ist ein Parasit, der im Inneren seines Wirtes lebt, Blut abzapft und die Innereien beschädigt, was letztendlich zum Tod führt, wenn man das nicht entsprechend behandelt. Wir denken, dass sich unsere Musik durch den Wirt frisst und ihn von innen heraus niederzwingt, bis er sich dem Lärm und den Wiederholungen unterwirft", erklärt Hookworm-Bassist MB den leicht unappetitlichen Bandnamen und beschreibt gleich zwei Eckpfeiler ihrer Musik: Noise und Wiederholungen.

Hookworms - Microshift
Hookworms Microshift
Die Noise-Punks satteln um auf Synthie-Kraut-Disko.
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Wie die Mitglieder der Hookworms heißen, weiß man nicht. Sie geben nur ihre Initialen preis: JN, JW, MB, MJ und SS. Ein gewisser EG wird 2012 von JN an den Drums ersetzt. Nichts genaues weiß man nicht. Das erste Lebenszeichen kommt 2011 in Form einer EP-Kassette auf die Welt. Das erste richtige Album (auf CD und digital) erscheint zwei Jahre später auf Domino Records. "Pearl Mystic" wird von der englischen und amerikanischen Musikpresse gefeiert. Wohl vom Erfolg angespornt, gehen die Jungs gleich wieder ins Heimstudio und basteln an neuen Songs. Das klappt so gut, dass "The Hum" schon ein Jahr nach dem Debüt in den Regalen steht – und wieder abgefeiert wird.

Fest im Noise verankert, lassen sich die fünf Jungs aus Leeds von allen möglichen Ecken und Enden der Rockgeschichte beeinflussen: The Doors ebenso wie LCD Soundsystem, The Stooges ebenso wie Fucked Up, The Who ebenso wie Blur. Die Hookworms mögen Punk, Rock, Noise, Shoegaze, Krautrock und Drone. Aber vor allem mögen sie stark repetitive Musik und Feedback ohne Ende.

Dass dies auch eine Errungenschaft der elektronischen Musik ist, bemerkt man im Hookworms-Universum erst auf dem 2018er Longplayer "Microshift". Dort drängen auf einmal haufenweise Synthesizer und Drum-Maschinen in den Vordergrund, die sich mit dem Stil der Gruppe aber hervorragend vertragen. Der Soundshift ist auch ein wenig einer Katastrophe geschuldet: Das Studio von Sänger Matthew "MJ" Johnson wurde nämlich 2015 vom Sturm Eva komplett zerstört. Erst nach einer erfolgreichen Crowdfunding-Kampagne konnten die Hookworms ihre Aufnahme-Umgebung überhaupt wieder herstellen. Im neuen Studio fanden dann auch einige elektronische Gerätschaften ihren Platz.

Interviews

Alben

Hookworms - Microshift: Album-Cover
  • Leserwertung: 3 Punkt
  • Redaktionswertung: 4 Punkte

2018 Microshift

Kritik von Kerstin Kratochwill

Die Noise-Punks satteln um auf Synthie-Kraut-Disko. (0 Kommentare)

Hookworms - The Hum: Album-Cover
  • Leserwertung: 4 Punkt
  • Redaktionswertung: 4 Punkte

2014 The Hum

Kritik von Andreas Dittmann

Punk, Noise, Psychedelic, Shoegaze und Krautrock. (0 Kommentare)

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