Porträt

laut.de-Biographie

Hoobastank

"Die Fans wollen wieder Musiker sehen, die hinter ihrem Ding stehen, statt eine Band erleben, die krampfhaft versucht, irgendein vorgefertigtes Image zu erfüllen." Der Hoobastank-Sänger denkt da vor allem an die zahllosen Rap-Rock-Bands, die im Zuge des NuMetal-Hypes ihr Glück versuchen. Die "Emo-Core"-Version seiner eigenen Combo findet Douglas Robb dagegen sehr authentisch.

Dan Estrin (git) und Robb, die im südkalifornischen Agoura Hills noch in unterschiedlichen Schul-Bands spielen, treffen sich erstmals 1994. Im selben Jahr stößt Bassist Markku Lappalainen, der sich zeitweise als Porno-Darsteller über Wasser hält, dazu und die ersten Songs entstehen. Drummer Chris Hesse wird etwas später über eine Zeitungs-Annonce rekrutiert. Im Sommer 1995 geben Hoobastank in Los Angeles ihr erstes Konzert im Roxy. Die gemeinsamen musikalischen Einflüsse reichen von Tool, Faith No More über Fishbone, den Guns n' Roses bis hin zu Trance.

Bis zur Veröffentlichung des selbstfinanzierten Longplayers "They Sure Don't Make Basketball Shorts Like They Used To" (1998) spielt sich das Quartett den sprichwörtlichen Allerwertesten ab. Nicht ohne Erfolg: gleichgültig, wo sie sich in Kalifornien oder Arizona blicken lassen - die Anhänger stürmen die Konzertsäle. Mit solch einer Fan-Base im Rücken ist der verdiente Major-Deal nur noch eine Frage der Zeit. Das Debut verkauft sich auf Konzerten und in örtlichen Plattenläden recht gut. Aber erst als die Platte online zu haben ist, werden Hoobastank über ihre Heimat hinaus bekannt. Plötzlich begeistert die Combo Fans in ganz Amerika, Großbritannien, Israel, Russland oder Brasilien.

"Wir konnten es kaum glauben, als uns eines Tages ein brasilianischer Fan mailte, er habe uns eine Website gewidmet", erinnert sich Robb. In den folgenden Jahren perfektioniert das Quartett seine kraftvollen und unbekümmerten Tunes zwischen Post-Grunge, Alternative-Rock und Funk. Und irgendwann merkt es auch die Industrie: Island/Def Jam Records signen das Quartett und im November 2001 erscheint das Major-Debut in den USA. "Als wir unser Equipment ins Studio schleppten, konnte ich nach all den Jahren gar nicht glauben, dass das tatsächlich passiert", so Chris. An den Reglern stehen Jim Wirt (Incubus) und Jay Baumgardner (Papa Roach, Alien Ant Farm, Orgy). Presse und soundverwandte Kollegen geben den Kaliforniern ein positives Echo. Ende Januar 2002 begleiten sie Incubus auf Europa.

Nach "The Reason" (2003) müssen sich die Fans erst mal eine Weile gedulden, bevor 2006 neues Material erscheint. Im Mai kommt mit "Every Man For Himself" zunächst das dritte Album der mittlerweile zum Trio geschrumpften kalifornischen Band. Produziert wurde es von Howard Benson (My Chemical Romance, P.O.D.). Kurz darauf folgt mit "La Cigale" die erste DVD der Kalifornier.

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Alben

Hoobastank - La Cigale: Album-Cover
  • Leserwertung: Punkt
  • Redaktionswertung: 3 Punkte

2006 La Cigale

Kritik von Michaela Putz

Die Kalifornier wurden ins kalte Wasser gestoßen. (0 Kommentare)

Hoobastank - Hoobastank: Album-Cover
  • Leserwertung: Punkt
  • Redaktionswertung: 3 Punkte

2002 Hoobastank

Kritik von Eberhard Dobler

Kickender Alternative Rock mit melancholischem Unterton. (0 Kommentare)

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